Förderprinzipien

Mittelbündelung

Ein grundlegendes Prinzip der Finanzierung in der Sozialen Stadt NRW ist die Bündelung unterschiedlicher Mittel. Es gibt nicht DEN einen zentralen ‚Fördertopf‘, aus dem alle Projekte eines integrierten Stadtteilerneuerungskonzeptes finanziert werden können, sondern es müssen Gelder aus unterschiedlichen Bereichen akquiriert und kombiniert werden - sowohl aus verschiedenen Förderprogrammen als auch explizit aus dem privaten Investitionsbereich. Verantwortlich für die Akquise ist die Kommune selbst. ‚Leitprogramm‘ ist dabei die Soziale Stadt für Maßnahmen des Städtebaus und der Stadterneuerung. Andere Programme sind zum Teil gezielt auf eine Ergänzung des Programms Soziale Stadt ausgerichtet, so die ESF-finanzierten Bundesprogramme 'Soziale Stadt – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)' und 'Jugend Stärken im Quartier'.

 
Förderung als Anschub / Tragfähigkeit
Die Landesförderung ist als Anschubfinanzierung zu verstehen, die einen längerfristigen Erneuerungsprozess in den ersten Jahren unterstützt. Sie erfolgt daher immer zeitlich befristet und ist nicht als Dauerfinanzierung angelegt (vgl. auch Art.104 b GG). Für die Sicherung der begonnenen Arbeit in den Stadtteilen ist es somit unerlässlich, bereits bei der Projektentwicklung langfristige Träger- und Finanzierungskonzepte zu entwickeln, frühzeitig Partner (z. B. aus der Wohnungswirtschaft) mit einzubinden und weitere Möglichkeiten der Finanzierung zu erschließen.

Dieser Prozess der Verstetigung ist ein Schlüsselelement für die Tragfähigkeit der Stadtteilerneuerung und somit auch für einen sachgerechten Einsatz der Fördergelder.

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