Bottrop Lehmkuhle/Ebel/Welheimer Mark
Meilensteine
Ansprechpartner
Gebietscharakter und Ausgangslage
Typischer Straßenzug in Ebel Typischer Straßenzug in Ebel

Das Ineinandergreifen von Wohn- und Gewerbebereichen charakterisiert das insgesamt 600 ha große Stadterneuerungsgebiet Lehmkuhle/Ebel/Welheimer Mark im Süden von Bottrop. Die Siedlungsbereiche umfassen rund zwei Drittel des Programmgebietes und liegen inselartig zwischen Gewerbegebieten, Eisenbahn- und stark befahrenen Straßentrassen, der Autobahn A 42, der Emscher und dem Rhein-Herne-Kanal. Diese Verzahnung von Wohnen, Arbeiten, Verkehr und Erholung ist das Ergebnis einer für die Emscherzone typischen Siedlungsentwicklung, die sich einer übergreifenden Steuerung lange Zeit weitgehend entzogen hat.

Sanierte Wohnungsbestände in der Welheimer Mark Sanierte Wohnungsbestände in der Welheimer Mark

Um 1900 in Ziegelbauweise errichtete Bergarbeiterwohnungen mit weitläufigen Gärten sowie zweigeschossige, einfach ausgestattete Sozialwohnungsbauten aus den 1950er und 1960er Jahren mit großzügigen Gemeinschaftsgrünflächen prägen zusammen mit eingeschossigen Doppelhaushälften die Ortsteile Ebel und Welheimer Mark. Der nördlich gelegene Stadtteil Lehmkuhle bietet mit seinen Gewerbegebieten und einer Wohnbebauung, die von Mehrgeschossbauten bis zu Reiheneigenheimen und Einfamilienhäusern reicht, ein weitaus heterogener strukturiertes Siedlungsbild.

Anders als in Lehmkuhle ist ein großer Teil der Siedlungsbestände in Ebel und der Welheimer Mark im Eigentum von Wohnungsgesellschaften, die sehr unterschiedlich mit diesen Beständen umgehen. Während die denkmalgeschützte Zechensiedlung in Ebel mit zum Teil stark modernisierungsbedürftiger Substanz zurzeit an Private verkauft wird, sind die Nachkriegsbestände in der Welheimer Mark modernisiert und umgebaut; sie stehen dem Wohnungsmarkt weiterhin als Mietwohnungen zur Verfügung.

Die vorhandene wohnungsnahe Grundversorgung hat sich mit steigender Mobilität der Bewohner, dem Rückgang der Bevölkerung sowie vor dem Hintergrund von Konzentrationsprozessen im Einzelhandel und bei Dienstleistungen über viele Jahre kontinuierlich ausgedünnt. Darüber hinaus führt die Umstrukturierung im Bistum Essen zu einer Lockerung der traditionell katholischen Netzwerke im Programmgebiet: die Kirchengemeinden in Lehmkuhle, Ebel und Welheimer Mark haben ihre Eigenständigkeit verloren oder sind ganz geschlossen worden.

Die Bevölkerungszahlen sind schwankend. Von 1998 bis September 2005 sank die Bevölkerung von rund 12.000 Einwohner auf 10.904 Personen. Ende 2007 wohnten jedoch wieder 11.535 Personen im Programmgebiet. Die umfangreiche Modernisierung der Siedlung Welheimer Mark mit ihrer Zusammenlegung von Wohnungen und der gezielte Leerzug von Wohnungsbeständen in Ebel zwecks Verkauf relativieren den Umfang des Bevölkerungsrückgangs. Den Siedlungsbereich Prosper II an der Knappenstraße kennzeichnet eine stabile Situation, hier konnten in der Vergangenheit Familien mit Kindern in Neubau- und Zechensiedlungsbeständen untergebracht werden.

Ende 2007 weisen rund 28 % der im Programmgebiet wohnenden Menschen einen Migrationshintergrund auf (Gesamtstadt: 16 %). Die Gestaltung des interkulturellen Zusammenlebens sowie das Miteinander von jung und alt bestimmen in den kommenden Jahren die Lebensqualität in den Stadtteilen entscheidend mit. Die wachsende Zahl von Menschen über 60 macht das Themenfeld Wohnen im Alter im Stadtteil interkulturell übergreifend zu einer wichtigen Herausforderung.

Potenziale und Handlungsansätze
Kanalisierte Emscher vor der Renaturierung Kanalisierte Emscher vor der Renaturierung

Die lockere Bebauung in vielen Siedlungsbereichen, der gute Zugang zum Freiraum und die Nähe zu den Gewässerläufen Emscher, Berne und Rhein-Herne-Kanal sind wichtige Potenziale für die künftige Entwicklung des Programmgebietes. Mit der Ansiedlung des Südring-Centers erfüllt der Stadtteil Lehmkuhle wichtige Nebenzentrumsfunktionen für alle Siedlungsbereiche im Programmgebiet.

Der Umbau des Emscher-Flusssystems wird künftig in Ebel und Welheimer Mark das Thema Wasser als positiven Standortfaktor für das Wohnen entlang von Emscher und Berne etablieren und zu einer Umkehr des negativen Trends der Bevölkerungsentwicklung beitragen. Gleichzeitig können neue Wegeverbindungen entlang der Gewässer die Siedlungen in die umgebenden Freiräume des Neuen Emschertals einbinden. Das Projekt BernePark mit der Umnutzung der ehemaligen Kläranlage Bernemündung trägt der Scharnierfunktion des Ortsteils Ebel zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher im Rahmen des Emscher-Radwanderwegs Rechnung. In diesem Zusammenhang werden auch die Grünbrachen zwischen der Siedlung Ebel und dem Tanklager der BP erschlossen und in ein Gesamtkonzept eingebunden.

Die Lösung der bestehenden Verkehrsprobleme ist wesentliche Voraussetzung für eine positive Entwicklung des Programmgebietes. Auf lange Sicht ist dies mit einer Verbesserung der Zufahrten, durch geänderte Erschließungen und gezielter Verkehrslenkung machbar.

Im Handlungsfeld Soziale Infrastruktur sind die Themen Wohnen im Alter und interkulturelles Zusammenleben im Stadtteil zentral. Beide Themenfelder genießen über das Programmgebiet hinaus hohe Priorität für die Stadt Bottrop. So hatte der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Familie bereits im Juli 2004 angestoßen, beispielhaft für die Gesamtstadt im Ortsteil Ebel zu entwickeln, welche professionellen und bürgerschaftlichen Strukturen ein Altwerden im vertrauten Wohnumfeld ermöglichen können. 2007 hat die Stadt Bottrop mit der Erarbeitung ihres interkulturellen Gesamtkonzeptes begonnen.

Organisation und Lokale Partner

Die Dezernatskoordinierung und Stadterneuerung im Baudezernat übernimmt die Gesamtkoordination, die Steuerung der beteiligten Fachbereiche sowie die Bearbeitung der Förderanträge und die Verwaltung der finanziellen Mittel.

Der Mitarbeiter im Stadtteilbüro koordiniert als Schnittstelle zwischen Bewohnern, Politik und Verwaltung die Stadtteilarbeit vor Ort und gewährleistet die Transparenz städtischen Handelns durch umfassende Öffentlichkeitsarbeit. Er entwickelt Maßnahmen aus dem Integrierten Handlungskonzept, begleitet deren Umsetzung und initiiert Netzwerkbildungen.

Die Stadtteilarbeit wird durch folgende Gremien begleitet:

  • Stadtteilkonferenz und Arbeitsgruppen
    Beteiligte: Bewohner, Politik, Stadtteilorganisationen, Schulen, Kirchen, Vereine, freie Träger, Wohnungsgesellschaften, Gewerbetreibende, Verwaltung
    Aufgaben: Projektentwicklung, Diskussionsforum
  • Projektgruppe
    Beteiligte: Stadtteilorganisationen, Kindergärten und Schulen, Kirchen, Fachbereiche sämtlicher Dezernate der Verwaltung
    Aufgaben: Projektentwicklung und –betreuung, Informationsaustausch
  • Rat und Fachausschüsse
    Beteiligte: Rat, Bezirksvertretung Bottrop-Süd, Haupt-, Finanz- u. Beschwerdeausschuss, Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz, Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Familie, Jugendhilfeausschuss, Schulausschuss, Kulturausschuss, Bau- und Verkehrsausschuss
    Aufgaben: Grundsatzentscheidungen und Entscheidungen über herausragende Projekte

Aktive lokale Partner sind:

  • Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten
  • Kath. Großgemeinde Pfarrei St. Joseph
  • Kindergärten (kath. Tageseinrichtungen für Kinder St. Barbara und St. Matthias, städt. Kindergarten Welheimer Mark)
  • Grundschulen (Schillerschule, Droste-Hülshoff-Schule, Albrecht-Dürer-Schule)
  • Hauptschule Lehmkuhle
  • Förderschule am Tetraeder
  • Förder- und Trägervereine (Förderverein Welheimer Mark e.V., Förderverein Ebel e.V., Barbaraheim Bottrop-Lehmkuhle e.V., Trägerverein Matthiashaus 2007 e.v.)
  • Wohnungsgesellschaften (EVONIK Wohnen GmbH, THS Wohnen GMBH, Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop mbH
  • Lokale Organisationen von Gewerkschaften und Parteien (CDU, IG BCE, SPD)
  • Kirchliche Vereine (Ev. Frauenhilfe, KAB, kfd, usw.)
  • Wohlfahrtsverbände (Caritas, Diakonisches Werk, AWO, ASB)
  • Historische Gesellschaft Bottrop e.V.
  • Kinder- und Jugendeinrichtungen (K.oT. St. Antonius/Kinderkeller, SJD Die Falken - Der Laden, Spielhaus Ebel, Jugendtreff Ebel, Streetwork, Arche Noah)
  • Bürgerladen Ebel
  • Sportvereine (VfR Bottrop-Ebel 1946 e.V., SSV 1951 e.V.)
  • Emschergenossenschaft
  • Unternehmen im Programmgebiet
  • Beschäftigungsträger (Gafög gGmbH)

 

Chronologie der Erneuerung – Meilensteine und Projektbeispiele
1999
Beauftragung der Planungsbüros „PLANUNGSGRUPPE STADTBÜRO“ und „BASTA“ zur Erstellung eines Integrierten Handlungskonzepts durch den Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz
2000
Beauftragung der Verwaltung durch den Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz, die Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzepts durchzuführen
2001
Aufnahme des Stadterneuerungsgebiets in das Programm „Soziale Stadt NRW“
2002
Beginn regelmäßiger Sprechstunden im Stadtteilbüro Welheimer Mark

Eröffnung des Stadtteilbüros in Ebel

2002-2009
Neugestaltung sämtlicher Schulhöfe im Programmgebiet: Schulkomplex Welheimer Mark (2002/03), Grundschule Ebel (2004/05), Schillerschule (2007), Hauptschule Lehmkuhle (2008), Droste-Hülshoff-Schule (2009)

Alle Maßnahmen erfolgen mit intensiven Beteiligungsprozessen in der Planungs- bzw. Umsetzungsphase. Partner: Schulkollegien und Schülerschaft, Grünflächenamt, Jugendamt, Kulturwerkstatt, Arche Noah, Bottroper Künstler

2003
Beginn der Bezuschussung privater Eigentümer bei der Gestaltung von Haus- und Hofflächen

Zweites gemeinsames Stadtteilfest der Akteure und Bewohner in der Welheimer Mark (alle zwei Jahre). Im Frühjahr 2004 Gründung des Fördervereins Welheimer Mark e.V.

Erste Ausgabe Stadtteilinformationen „Südbote“(erscheint halbjährlich)

2003 - 2008
Farblich abgestimmte Fassadengestaltung des Siedlungsbereichs Plankenschemm: mit intensiver Begleitung durch das Stadtteilbüro setzen die Einzeleigentümer der früheren Beamtensiedlung von Prosper I das Projekt gemeinsam um. 2008 ist die Siedlung die große Gewinnerin im Bottroper Fassadenwettbewerb
2004
Start zahlreicher Kreativprojekte mit sozio-kulturellem Ansatz (Tanztheaterprojekte, Märchen- und Figurentheatertage, Projekte der Musikschule, Leseförderung, zielgruppenorientierte Kreativprojekte etc.). Partner: Kulturwerkstatt, Lebendige Bibliothek, Kindergärten und Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Vereine und Bewohner im Programmgebiet

Start von MUS-E in den Grundschulen Ebel und Welheimer Mark

Eröffnung des Malakoffturmes als Ausstellungs- und Veranstaltungsort und Übergabe an die Öffentlichkeit

Ideenwerkstatt zur Umnutzung der Kapelle Ebel mit ca. 30 Teilnehmern aus Ebel und der Verwaltung

Fertigstellung der Grünverbindung zwischen Steiger- und Morianstraße als Teil der multifunktionalen Grünachse von Ebel zum Tetraeder

2004/2005
Bau der Lärmschutzwand an der L 631 (Borbecker Straße) im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit Nordrhein-Westfalen (APUG NRW)
2005
Erstmalige Durchführung von Maßnahmen des Referats Migration (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) zur Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher durch Sprachförderung, koordinierte Alphabetisierung mit PC-gestütztem Wortschatztraining und Unterstützung des Übergangs Schule/Beruf

Beginn regelmäßiger Treffen der Arbeitsgruppe „Gemeinsam gut alt werden in Ebel“

Partizipationsprojekt zur Umgestaltung des Spielplatzes Steigerstraße

Gestaltung von Hof- und Gartenflächen im Bereich Knappenstraße, Thomastraße und Steigerstraße durch die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop mbH

Fußball-Ligarunde für Schulmannschaften (findet in jedem Jahr statt)

Start von MUS-E in den zwei weiteren Grundschulen Schiller- und Droste-Hülshoff-Schule. Damit findet MUS-E in allen vier Grundschulen statt

Ideenwerkstatt „Gemeinsam gut alt werden in Ebel“ mit rd. 60 Teilnehmern, die sich aus Bewohnern aller Altersgruppen, Lokalpolitikern, Vertreter der Wohnungsgesellschaften und Vereinen und Verbänden vor Ort zusammensetzen

2005/2006
Gestaltung von Hof-, Garten- und Fassadenflächen sowie Modernisierung des Wohnungsbestandes Matthias-Kirch-Weg mit neuer Sanitärausstattung und barrierefreiem Zugang (ohne Mittel aus Soziale Stadt NRW)

Neubau des Südring-Centers an der Bahnhofstraße (ohne Mittel aus Soziale Stadt NRW)

Fußwegeverbindung vom Bahnhof – Essener Straße. Zentrale Fußwegeachse durch das Südring-Center

Neugestaltung des Spielplatzes Steigerstraße als Beteiligungsprojekt mit Anwohnern und Akteuren. Teil der multifunktionalen Grünachse von Ebel zum Tetraeder

2005-2007
Modernisierung, Umbau und Ergänzung des Wohnungsbestandes in der Welheimer Mark: neue Ausstattung, Wohnungszusammenlegung, Neubau von barrierefreiem Wohnraum u. a. (ohne Mittel aus Soziale Stadt NRW)

Gestaltung von Hof- und Gartenflächen sowie Fassadengestaltung des Wohnungsbestandes in der Welheimer Mark (u.a. Regenwassernutzung, Mietergärten). Die THS Wohnen GmbH als Eigentümerin und die Emschergenossenschaft haben ein Regenwasserkonzept erarbeitet, welches das Oberflächenwasser der Siedlung der renaturierten Emscher zuführten wird.

2006
Grünanlage am Bahnhof/Bowling-Center. Neugestaltung der 3.300 qm großen Freifläche mit Solitärbäumen

Park + Ride –Anlage am Bahnhof (ohne Mittel aus Soziale Stadt NRW)

Neugestaltung des Parkhaus-Vorplatzes. Fußwegeachse zwischen P+R-Anlage und Hauptbahnhof, Verbindung Südring-Center (ohne Mittel aus Soziale Stadt NRW)

Wiederaufführung des Filmzyklus „PROSPER/EBEL-Geschichte einer Zeche und ihrer Siedlung“ in der ev. Kapelle Ebel

Schulfest Grundschule Ebel und Einweihung des neuen Schulhofes

„Welten am Fluss“ Fotoprojekt der FH Dortmund und der Emschergenossenschaft im Ortsteil Ebel

Gemeinsames Stadtteilfest der Akteure und Bewohner im Ortsteil Ebel (alle zwei Jahre)

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem Ministerium für Bauen und Verkehr NRW und der Emschergenossenschfaft im Pfarrheim St. Antonius in der Welheimer Mark

2006-2007
Umgestaltung des Spielplatzes Steigerstraße
2007
Eröffnung des Bürgerladens Ebel im Matthiashaus

Erstes Forum Neues Emschertal im Matthiashaus in Ebel

Gründung des Fördervereins „Barbaraheim Bottrop-Lehmkuhle“ zur Pflege und Förderung des religiösen und kulturellen Lebens im Stadtteil Lehmkuhle und für den Erhalt des Barbaraheimes als Stadtteilzentrum

In den Wintermonaten bietet die Suppenküche Kolüsch ihren Mittagstisch für Obdachlose und Bedürftige im Barbaraheim an.

2008
In Ebel übergibt die Evonik Wohnen GmbH zehn neu errichtete Doppelhäuser an die Eigentümer

Der Förderverein „Barbaraheim Bottrop-Lehmkuhle“ organisiert jährlich ein Stadtteilfest in Lehmkuhle

Ton-Bild-Installation „Bottroper Protokolle 2.0“ der Hamburger Theaterregisseurin Anna Schildt in Kooperation mit der Historischen Gesellschaft im Malakoffturm

2009
Errichten von 19 neuen Mietwohnungen im Ortsteil Ebel durch die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop mbH

Die Ruhr.2010 GmbH stellt in Ebel auf dem Standort Klärwerk Bernemündung das Projekt emscher-KUNST.2010, eine Kooperation mit der Emschergenossenschaft und dem RVR, vor.

Droste-Hülshoff-Schule: Einweihung des neuen Schulhofes mit Lärmschutzwand zur angrenzenden L 631.

Neugestaltung der Sporthallenfassade der Hauptschule Lehmkuhle.

2010
Auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks Bernemündung entstand der BernePark mit Übernachtungsmöglichkeit im außergewöhnlichen „Park-Hotel“ – fünf Kanalbetonrohren, die mit je einem Bett ausgestattet sind.

Der BernePark war Standort des Projektes emscher-KUNST.2010.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Zero Emission Park“ für die Gewerbegebiete Kruppwald und Knippenburg wird im Malakoffturm der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Gewerbegebiete sollen über eine Optimierung der vorhandenen namhaften und standorttreuen Betriebe in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales vernetzt und in ihrer Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden.

Herrichtung der Verbindungsachse Lehmkuhle/Ebel mit Aufstellung des „Lichtfossils“ des japanischen Künstlers Kazuo Katase.

Veranstaltungen und Aktionen sowie Schaffung von drei Rastplätzen am „Rhein-Herne-Kulturkanal“ anlässlich des Kulturhauptstadtjahres.

2011
Überdachung des für therapeutisches Reiten genutzten Reitplatzes der Arche Noah, einer öko-pädagogischen Kinder- und Jugendeinrichtung.

Das Referat Migration entwickelt das Interkulturelle Gesamtkonzept sowie stärkt und fördert die Erziehungskompetenzen der Väter mit Migrationshintergrund im Projekt „Väterarbeit“.

Schaffung eines rollstuhlgerechten Zugangs für das Matthiashaus.

Der BernePark ist erstmalig Standort der „Extraschicht“.

2012
Start des Projekts „Migrantinnen“ zur beruflichen Qualifizierung der Frauen in den Bereichen Ernährung und Bewegung. Aufbau und Verselbstständigung eines von Migrantinnen betriebenen Catering Service mit türkischen Spezialitäten verbunden mit einem interkulturellen Stadtteiltreffpunkt.

Illumination der DB-Brücke an der Essener Straße.

2013
Errichtung der Aussichtsplattform auf dem Malakoff-Turm.

Zwei Bilder des Mal-Workshops „Farb(t)raum Emscherland“ in Ebel werden als Briefmarken veröffentlicht.

2014
Fertigstellung des Niedrigenergie-Holzhauses auf dem Gelände der Arche Noah.

Künstlerische Neugestaltung der Fassade der Schillerschule.

Abschluss des Projekts „Interkultur“ mit einer einwöchigen Mitmach-Ausstellung im BernePark über Instrumente aus aller Welt. Der im Rahmen von „Interkultur“ mit den Kindern des Kindergartens Welheimer Mark erstellte Film „Kibu und die neuen Freunde“ erhielt den Deutschen Jugend-Video-Preis und landet auch beim Trickfilmfestival NRW auf dem 1. Platz.

Eröffnung des von den Ebeler Bürger/innen mit einer „Schafherde“, der „Emschergalerie“ und dem „Fünf-Pfennigs-Brücken-Bild“ neu gestalteten Stadtteileingangs Ebel-Nord.

Fertigstellung der künstlerisch gestalteten Lärmschutzwand. Seit 2006 wurde die Wand an der L 631 von unterschiedlichen Gruppierungen mit Keramikarbeiten und anderen Kunstwerken kontinuierlich verschönert.

Die Diakonie erstellt auf dem Gelände der ehemaligen Barbarakirche ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen. 24 Plätze sind auf aufgeteilt in vier Wohngruppen (ohne Mittel von Soziale Stadt NRW).

Bilanz

Das Programmgebiet Lehmkuhle / Ebel / Welheimer Mark wurde in den Jahren 2001 bis 2014 mit Mitteln des Programms Soziale Stadt NRW gefördert.

Zahlreiche integrierte Einzelmaßnahmen und Projekte haben zu einer Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in den Stadtteilen beigetragen. Menschen wurden motiviert, sich für Ihr Wohnumfeld zu engagieren. Aufgrund der Kooperationsbereitschaft und des Interesses aller Beteiligten aus Bürgerschaft , Vereinen, Politik, Wirtschaft und Verwaltung entstand ein Netz neuer Kommunikation und Zusammenarbeit.

Seit 2004 gründeten engagierte Bürger Träger- und Fördervereine zur Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens. Diese führen auch nach Auslauf des Landesprogramms ihre Arbeit fort und sind wichtige Kristallisationspunkte. Dienstleistungs-, Bildungs- und Kulturangebote haben deshalb auch unabhängig von einer öffentlichen Förderung Bestand. Viel Energie investieren ehrenamtliche Stadtteilakteure für den Fortbestand ehemaliger Pfarrheime als Orte der Kommunikation und Begegnung.

Förder- und Trägervereine zeichnen auch verantwortlich für regelmäßige Stadtteilfeste und Traditionsveranstaltungen – mit stetig steigender Resonanz. Der Erlös derartiger Festivitäten kommt wiederum Einrichtungen im Programmgebiet zugute.

Viele bauliche Maßnahmen haben zu einer Verbesserung der Wohnqualität und zu einer optischen Aufwertung der Stadtteile Lehmkuhle, Ebel, Welheimer Mark geführt. Schulhöfe-, Spiel und Parkflächen erhielten ein neues Gesicht. Eine stets breit angelegte Bürgerbeteiligung in Form von Planungswerkstätten und Diskussionsforen trug zur Akzeptanz von Veränderungen bei und sorgte gleichzeitig für eine Identifikation mit dem Neuen.

Über das Haus- und Hofflächenprogramm konnte die Investitionsbereitschaft von Eigentümern geweckt werden. Neugestaltung von Fassaden und Gartenflächen sorgen für ein wesentlich verbessertes Erscheinungsbild.

Die Wohnquartiere aufzuwerten und in ihrem Bestand zu sichern, bildete generell einen Schwerpunkt in der Projektarbeit. Wohnungsbaugesellschaften sanierten einen Großteil ihres Bestandes und schufen zusätzlichen barrierefreien Wohnraum (z.T. mit Betreuungsangebot). Altbestände wurden teilweise privatisiert. Nachverdichtungen erfolgten und sind weiterhin für 2015 in der Planung, so dass der Stadtteil auch aus demografischer Sicht eine Verjüngung erfährt.

Der Schwerlastverkehr – stets eine große Belastung für die Bewohnerinnen und Bewohner vor allem im Stadtteil Ebel – ist durch die Standortverlagerung eines großen Unternehmens erheblich reduziert.

Die vielfältigen Projekte und Maßnahmen wurden und werden auch außerhalb des Programmgebietes wahrgenommen und positiv bewertet.

Zur weiteren Verstetigung des bisher Erreichten über den Programmzeitraum hinaus wird der Bürgerladen Ebel als zentrale Anlaufstelle für Begegnung und Beratung mit Unterstützung der Stadt Bottrop und der Vivawest Stiftung gGmbH Bestand haben.

 

Materialien zum Download

Gebietsabgrenzung (PDF 796 KB)



 Ansprechpartner

Stadtteilbüro

Christa Ostgathe
Stadt Bottrop
Fachbereich Tiefbau und Stadterneuerung
Ernst-Wilczok-Platz 2
46236 Bottrop

Fon: + 49 (0) 2041 / 70-3372
Fax: + 49 (0) 2041 / 70-3815

E-Mail: christa.ostgathe@bottrop.de

Koordination

Katharina Morio
Stadt Bottrop
Fachbereich Tiefbau und Stadterneuerung
Ernst-Wilczok-Platz 2
46236 Bottrop

Fon: + 49 (0) 2041 / 70-3375
Fax: + 49 (0) 2041 / 70-3815

E-Mail: katharina.morio@bottrop.de

Stand: November 2014

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