Duisburg Hochheide
Meilensteine
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Gebietscharakter und Ausgangslage

Das „Hochhausquartier Hochheide“ befindet sich im gleichnamigen Duisburger Stadtteil im linksrheinischen Bezirk Homberg-Ruhrort-Baerl. Auf Teilflächen der ehemaligen Zechensiedlung Rheinpreußen wurden in den frühen 1970er Jahren sechs Hochhäuser mit jeweils 20 Geschossen und 1.440 Wohnungen, teilweise öffentlich gefördert, errichtet. Zu dieser Zeit galt das städtebauliche Leitbild „Urbanität durch Dichte“; vielerorts entstanden Hochhaussiedlungen auf verhältnismäßig kleinen Grundstücken mit einer in der Vertikalen hoch verdichteten Bebauung. Dem damaligen Trend entsprechend entstanden moderne, barrierearme Wohnungen.

Luftbild 2001 Luftbild 2001

Bereits Mitte der 1980er Jahre hatte der ehemals bevorzugte Wohnungstyp an Beliebtheit verloren, was sich in einer geringeren Nachfrage und Wohnungsleerständen in den Hochhäusern widerspiegelte. Seit dieser Zeit sanken in Duisburg sowie in Hochheide die Bevölkerungszahlen.

Seit 2003 hat die Stadt Duisburg mit Blick auf eine Bundes- und Landesförderung durch Mittel der Städtebauförderung versucht, gemeinschaftlich mit den Eigentümern und Verwaltern der Hochhäuser Maßnahmen und Konzepte für eine Zukunftsstrategie für Hochheide zu entwickeln. Diese verschiedenen Ansätze führten zu keinem konsensual getragenen Ergebnis. Die Einflussmöglichkeiten der Stadt Duisburg waren bislang gering, da die sogenannten „Weißen Riesen“ in Privateigentum sind und sich nur eine Fuß-/Radwegeverbindung durch das Hochhausgebiet im Eigentum der Stadt Duisburg befindet.

Potenziale und Handlungsansätze
Bereich der vorbereitenden Untersuchungen Bereich der vorbereitenden Untersuchungen

Nach Absprache mit dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und der Bezirksregierung Düsseldorf ist im Sommer 2013 ein Integriertes Handlungskonzept für das Hochhausquartier Homberg-Hochheide durch die Stadt Duisburg erarbeitet worden, um einen Zugang zu Fördermitteln erhalten zu können. Das Handlungskonzept wurde am 8. Juli 2013 durch den Rat der Stadt Duisburg beschlossen.

 

 

Wohnlagenbewertung - Handlungsbedarf Wohnlagenbewertung - Handlungsbedarf

Das Integrierte Handlungskonzept sieht folgende städtebauliche Ziele vor:

  • Beseitigung von nicht nachgefragtem Wohnraum durch Abriss und Rückbau
  • Schaffung von neuen Freiflächen mit hoher Aufenthaltsqualität
  • Aufwertung der städtebaulichen und baulichen Struktur und des Wohnumfeldes
  • Wiederbelebung der Ladenstadt und von Teilen der Moerser Straße
  • Soziale Stabilisierung der Bewohnerschaft
  • Verbesserung der Mieterstruktur durch kooperatives Mietermanagement
  • Imageverbesserung des Quartiers

Zur Umsetzung dieser Ziele hat der Rat der Stadt „Vorbereitende Untersuchungen“ beschlossen. Ziel ist es, die sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse zu beurteilen, um eine Aussage über die Notwendigkeit eines möglichen Sanierungsverfahrens treffen zu können.

Eingruppierung der städtebaulichen Struktur Eingruppierung der städtebaulichen Struktur

Ablauf der vorbereitenden Untersuchungen:

  • Analyse der demographischen und ökonomischen Entwicklung im Untersuchungsgebiet
  • Aufdecken von städtebaulichen und funktionalen Mängeln
  • Befragung aller Eigentümer im Untersuchungsgebiet
  • Information der Betroffenen und der Politik durch eine Informationsveranstaltung und mehrere Quartiersspaziergänge
  • Befragung aller Mieter im Untersuchungsgebiet
  • Erstellen eines Abschlussberichtes, mit dem eine Aussage über die Notwendigkeit eines Sanierungsverfahrens getroffen wird.

Nach Abschluss der Untersuchung Ende des Jahres 2014 wird entschieden werden, ob der Rat das Gebiet als Sanierungsgebiet förmlich festlegen wird.

Chronologie der Erneuerung – Meilensteine und Projektbeispiele
Sommer 2013
Erarbeitung des integrierten Handlungskonzepts
Juli 2013
Beschluss über die „Vorbereitenden Untersuchungen“
März 2014
Zwischenbericht zu den vorbereitenden Untersuchungen
Perspektiven

Die vorbereitenden Untersuchungen werden bis zum Ende des Jahres 2014 abgeschlossen sein. Erstmals werden für das Programmjahr 2015 Mittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ bereitgestellt, welche Voraussetzung für die Umstrukturierung sind.

 

Materialien zum Download

Integriertes Handlungskonzept (Externer Link)

Zwischenbericht zu den Vorbereitenden Untersuchungen (Externer Link)



 Ansprechpartner

Stadt Duisburg
Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement

Martin Offergeld
Friedrich-Albert-Lange-Platz 7
47051 Duisburg

Fon: +49 (0) 0203 / 283 37 03
Fax: +49 (0) 0203 / 283 36 66
E-Mail: m.offergeld@stadt-duisburg.de

Stand: November 2014
Autor: Martin Offergeld

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