Espelkamp Gabelhorst/Gabelweiher
Meilensteine
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Gebietscharakter und Ausgangslage

Die bauliche Entwicklung des Stadtteils erfolgte zum größten Teil in den 1970er und 1980er Jahren mit den großen Zuwanderungswellen. In dieser Zeit wurde die zentrale Erschließungsstraße Gabelhorst mit den Mietwohnungsbauten gebaut. Gabelhorst wurde zu einem wichtigen Mietwohnungsstandort in Espelkamp mit einem hohen und imageprägenden Anteil von Aussiedlern an der Bevölkerung.

Entlang der 'Gabelhorst' reihen sich die verschiedenen sozialen und privaten Infrastruktureinrichtungen des Stadtteils auf: im Süden ein Lebensmittelmarkt, im Norden der evangelische Kindergarten „Brummkreisel“, ein Imbiss, die Apotheke, ein Ärztehaus und die Schule im Erlengrund mit dem integrierten Nachbarschaftszentrum sowie ein russischer Supermarkt.

Der Gabelweiher schließt direkt nördlich an den Supermarkt an. Mit seinen umgebenden Grünflächen mit einem Rundweg und verschiedenen Sitzbereichen ist er der wichtigste und attraktivste öffentliche Naherholungsraum im Stadtteil. Im Zusammenhang mit den Läden und der Schule Erlengrund bildet er den Ortsmittelpunkt. Der Gabelweiher wurde im Arbeitskreis Gabelhorst bei der Stärken-Schwächen-Analyse an allererster Stelle der Stärken genannt, zusammen mit der Schule im Erlengrund und dem Nachbarschaftszentrum. Eine große Attraktion am Gabelweiher ist das jährlich stattfindende vom Schiffs-Modell-Club Espelkamp organisierte „Dickschifftreffen“, zu dem Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen.

Potenziale und Handlungsansätze

Der Stadtteil kann eine ganze Reihe an Potenzialen vorweisen, die eine gute Basis für die Erneuerungsansätze bilden. Neben den umfangreichen Grünflächen (Gabelweiher, Grünverbindungen im Stadtteil, Nähe zur freien Landschaft) ist vor allem die gute Ausstattung des Gebietes mit sozialer Infrastruktur zu nennen. Insbesondere die stadtteilaktiven Sozialeinrichtungen (Schule, Kitas und Nachbarschaftstreff) mit engagierten Schlüsselpersonen bilden wichtige Zugänge in den Stadtteil. Aber auch der Zusammenhalt der Bewohner innerhalb der einzelnen Siedlungsteilen sowie die hohe Identifikation der Stadtteilbewohner mit ihrem Wohngebiet sind ein gutes Fundament für eine integrierte Erneuerung. Zudem ist durch den Abriss von Gebäuden Fläche für neue Nutzungen vorhanden.

Das integrierte Handlungskonzept beinhaltet im Kern die folgenden Aufgaben:

  • Verbesserung des Images des Stadtteiles sowie der Kommunikation und Integration durch verschiedene Veranstaltungen und Aktionen.
  • Herausstellung des Gabelweihers als wichtigstes zentrales Freiflächenangebot durch Neugestaltung der südlichen Uferterrassen; Aufwertung des Nordufers an der Schule; abschnittsweise Neugestaltung der Uferzonen und Grünflächen im Zuge eines gestaltenden Pflegekonzeptes.
  • Ergänzende Angebote und Nutzungen des Nachbarschaftszentrums.
  • Ergänzung der Nahversorgungszentren vorrangig am Gabelweiher.

Organisation und Lokale Partner

Die kommunale Federführung liegt im Fachbereich Stadtentwicklung der Stadt Espelkamp, die auch für die Aktivierung und Vernetzung der Akteure verantwortlich zeichnet. Ferner sind als Partner die Aufbaugemeinschaft Espelkamp GmbH und die Stadtwerke Espelkamp AöR beteiligt.

 

Chronologie der Erneuerung – Meilensteine und Projektbeispiele
2003
Beantragung der Aufnahme in das Programm auf der Grundlage eines ersten integrierten Handlungskonzeptes
Dez 2003
Aufnahme in das Bund-Länderprogramm „Soziale Stadt“. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass eine wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Aufbaugemeinschaft Espelkamp eine unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen des Erneuerungsprozesses sei.
Aug/Sept 2005
Aufstellung eines Leistungsbildes
Okt 2005
Beauftragung zur Erarbeitung des integrierten Handlungskonzeptes
Dez 2005
Beginn der Erarbeitung mit einer Starterkonferenz
2006
Einbindung der beteiligten Akteure durch die Bildung von drei Arbeitskreisen: „Arbeitskreis Gabelhorst“, „Arbeitskreis Innenstadt“ und dem „Arbeitskreis Wohnungsmarkt“
2006
im Herbst/Winter 2006: Vorstellung der Arbeitsergebnisse im Ausschuss für Stadtentwicklung
ab Frühjahr 2007
Gabelweiher Gabelweiher
bauliche Umgestaltung des Uferbereichs am Gabelweiher
Perspektiven

Weitere Schwerpunkte der Stadtteilarbeit liegen in folgenden Bereichen:

  • Schaffung eines differenzierten Wohnungsangebotes insbesondere im Mietwohnungsbau im Geltungsbereich des integrierten Handlungskonzeptes.
  • Aufwertung des Wohnumfeldes im Geschosswohnungsbau.
  • Verbesserung der interkulturellen Begegnung und die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements.
  • Aufwertung und Neugestaltung der zentralen städtischen Plätze und Grünflächen in den einzelnen Teilräumen.

 



 Ansprechpartner

Thorsten Blauert
Stadtentwicklung, Stadtmarketing, Bauen
Fachbereichsleiter

Tel.: 05772 562-242
Fax.: 05772 562-236
E-Mail: T.Blauert@espelkamp.de

Stadt Espelkamp
Der Bürgermeister
Wilhelm-Kern-Platz 1
32339 Espelkamp

Web: www.espelkamp.de


Stand: Mai 2010
Reinhard Schumacher, Stadt Espelkamp

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