Essen Altenessen-Süd/Nordviertel
Meilensteine
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Gebietscharakter und Ausgangslage

Das Programmgebiet Altenessen-Süd/Nordviertel liegt im Norden der Stadt Essen und setzt sich aus zwei urbanen, industriell geprägten Stadtteilen zusammen. In Altenessen-Süd und dem Nordviertel leben 33.000 Menschen (Stand 12/2011) auf einer Fläche von 880 ha.

In beiden Stadtteilen, Altenessen-Süd und Nordviertel, bestehen Mängel hinsichtlich des Images und der wahrgenommenen Sicherheit. Erheblichen Verkehrs- und Lärmbelastungen stehen gut gestaltete Parkanlagen und ein bedeutendes Mittelzentrum in Altenessen gegenüber. Die Bildungsinfrastruktur in der Nachbarschaft Universität Duisburg Essen ist gut ausgebaut. Dennoch gibt es nur wenige Übergänge der Grundschüler zu Gymnasien oder Gesamtschulen.

Alleecenter Altenessen Alleecenter Altenessen
Kaiser-Wilhelm-Park Kaiser-Wilhelm-Park

Das Gebiet wird durch zwei in Nord-Süd Richtung verlaufende Hauptverkehrsstraßen und eine in Ost-West Richtung verlaufende Bahntrasse der Köln Mindener Eisenbahn und dem äußeren Cityring durchschnitten und zergliedert. Die Mischung aus Gewerbegebieten und Wohngebieten ist typisch für das nördliche Ruhrgebiet.

Bahnunterführung am Bahnhof Altenessen Bahnunterführung am Bahnhof Altenessen
Altenessener Straße Altenessener Straße

Der Wohnungsbestand besteht im Wesentlichen aus mehrgeschossigen Mietwohnungen in Zeilenbauweise oder Blockrandbebauung. Eigentümer sind vielfach große Wohnungsgesellschaften. Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sind nur nachrangig vertreten.

Eltingviertel Eltingviertel

Die Entwicklung der Bevölkerungszahl war in den letzten Jahren nicht so negativ wie im städtischen Durchschnitt, allerdings auch hervorgerufen durch Zuzüge von marginalisierten Gruppen. Der starke Zuwachs einer eher armutsbedrohten, nichtdeutschen Bevölkerung und der Doppelstaater sind hier zu erwähnen. Im Einzelnen liegt der Anteil Arbeitsloser (SGB II/III zw. 18-64 Jahren) an der Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung mit 14,8% deutlich über dem städtischen Wert von 9,2% (31.12.2010). Auch die Hilfedichte gem. SGB II und Asylbewerberleistungsgesetz ist mit 28.8% auffällig höher als in der Gesamtstadt (15,9%). Der Anteil der Einwohner mit 1. oder 2. nichtdeutscher Staatsangehörigkeit an der Gesamteinwohnerzahl liegt im Programmgebiet bei 33,7%, in der Stadt Essen bei 18,7% (31.12.2011). Die Einwohner mit 1. oder 2. nichtdeutscher Staatsangehörigkeit hat sich zwischen 1996 und 2010 um 12,15 Prozentpunkte verändert (Stadt Essen: 5,6). Auffällig ist der hohe Anteil an Menschen mit libanesischer Herkunftsgeschichte.

Das Programm startete Ende 2012. Im Vorlauf wurden das Programm Stärken vor Ort sowie ein ExWoSt-Projekt umgesetzt.

Potenziale und Handlungsansätze

Grünflächenversorgung: Hohe Qualität von vorhandenen Parks und Grünflächen wie Kaiser-Wilhelm-Park, Helenenpark und Ökopark Segeroth. Ausbaubedarf besteht beim Nordpark, der Begleitung des Emscherumbaus mit der Berne sowie den Anschlüssen an die verinselten Wohngebiete durch Radwege und Grünanlagen.

Die Bildungsinfrastruktur mit der Universität Duisburg Essen und dem Bildungspark Essen ist gut ausgebaut. Das umsatzstarke Handelszentrum an der Bamlerstr. und das Alleecenter in Altenessen sowie erfolgreiche Gewerbegebiete besitzen ein hohes Potenzial für den Ausbau der Lokalen Ökonomie. Noch vorhandene Gemengelagen von Wohnen und Gewerbe gilt es weiterhin zu bearbeiten.

Freizeit im Park Freizeit im Park
Umfeld Bahnhof Altenessen Umfeld Bahnhof Altenessen

Aktuell existieren die folgenden Handlungsfelder und Schlüsselprojekte:

  • Wohnen, Wohnumfeld und Verkehr, Profilierung und Standortaufwertung: Fassadenprogramm, Modernisierung privaten Wohnraums, Wohnprojekt Ledigenheim Seumannstraße, Brachflächenentwicklung Thurmfeld
  • Ökologie: Grünzug Bernetal, Nordpark, Zangenstraße
  • Erziehung und Bildung / Zusammenleben im Stadtteil: Kriminalprävention, Kinderarmut bekämpfen, offene Kinder und Jugendarbeit, Förderung der Integration von Menschen mit libanesischem Zuwanderungshintergrund
  • Gesundheit und Bewegung: Gesundheitskonferenz, Runder Tisch Senioren, Kindergesundheitszentrum, Gesundheitswegweiser für Migranten
  • Organisation und Steuerung: Quartiermanagement, Stadtteilbüro

Als wichtiges Starterprojekt wurde das Hof- und Fassadenprogramm im Frühjahr 2013 begonnen. Mit der farblichen Gestaltung der Gebäude im Stadtteil wird der in Gang gesetzte Erneuerungsprozess schnell wahrgenommen. Die Einrichtung eines neuen Stadtteilbüros wird ein weiterer wichtiger Schritt in der öffentlichen Wahrnehmung des Stadtteilprojektes sein.

Organisation und Lokale Partner

Die Erfahrung aus den Essener Stadtteilprojekten Altendorf und Katernberg haben gezeigt, dass die Einbindung und Kooperation mit der Bürgerschaft und den Institutionen vor Ort von hoher Bedeutung sind.

Es wird auch hier mit dem dreistufigen Modell des Quartiermanagements gearbeitet. (Gebietsbeauftragte in der Verwaltung, Externe Moderation (ISSAB), Stadtteilarbeit vor Ort) Alle drei Ebenen haben ihre Arbeit bereits aufgenommen. Die kommunale Federführung liegt beim Büro Stadtentwicklung der Stadt Essen. Für die Aktivierung und Vernetzung der Bevölkerung und der Akteure sind die Stadtteilmoderatoren des ISSAB (Institut für Stadtteilentwicklung, sozialraumorientierte Arbeit- und Beratung an der Universität Duisburg-Essen) zuständig. Das künftige Stadtteilbüro mit einem zusätzlichen Mitarbeiter wird weitere Impulse setzen.

Sämtliche Stadtteilakteure werden in die Entscheidungsprozesse der einzelnen Projekte einbezogen. Nur so können diese mit Erfolg durchgeführt werden.

Ein besonderer Aspekt der Arbeit vor Ort ist in diesem Zusammenhang der Aufbau von Netzwerken. Im Vorfeld des Programms wurde aus der Bürgerschaft durch die Interessengemeinschaft Altenessen und weitere Partner bereits eine „Altenessen-Konferenz“ ins Leben gerufen, die Themen der Stadtteile nun mehrmals im Jahr behandeln wird.

 

Chronologie der Erneuerung – Meilensteine und Projektbeispiele
2008-2011
Programmumsetzung Stärken vor Ort/Europäischer Sozialfonds
2010-2012
Einrichtung von Arbeitsgruppen zum Thema Kriminalprävention: Umfrage, öffentliche Veranstaltung, Sofortmaßnahmen
2011-2012
Aufnahme in das ExWoSt – Projekt „Innerstädtische Hauptverkehrsstraßen – Fallstudie Essen“ Schwerpunkt Altenessener Str.: Untersuchung der Möglichkeiten städtebaulicher, immobilienwirtschaftlicher und sozialer Aktivierung entlang der Altenessener Straße. Verschiedene Workshops und Befragungen, Kunstaktionen und aktivierende Maßnahmen entlang der Altenessener Straße.
Ende 2012
Erster Förderbescheid für das Stadtteilprojekt Altenessen-Süd/Nordviertel Soziale Stadt
2013
Erste Altenessen-Konferenz im März 2013 Erste Altenessen-Konferenz im März 2013
Start Hof- und Fassadenprogramm

Erste Bürger getragene Altenessen-Konferenz in der Zeche Carl mit Themen zum Stadtteil

Einrichtung Quartier­management und der geschäfts­bereichs­übergreifenden Lenkungs­gruppe für das Programm­gebiet



 Ansprechpartner

Koordination /Gebietsbeauftragte

Ingrid Ratay
Stadt Essen
Amt für Stadterneuerung und Bodenmanagement
Rathenaustraße 2
45121 Essen

Tel.: +49 (0) 201 / 88-68 340
Fax: +49 (0) 201 / 88-68 403
E-Mail:
ingrid.ratay@amt68.essen.de

Web: www.essen.de/rathaus/aemter/ordner_68/soziale_stadt/Soziale_Stadt_in_Essen.de.html


Intermediäre Einrichtung / Stadtteilmoderation

Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB)
Universitätsstraße 2
45141 Essen

E-Mail: issab@uni-duisburg-essen.de
Web: www.uni-due.de/biwi/issab

Altenessen-Süd:
Tanja Rutkowski
Tel.: +49 (0) 201 / 183-7468
Fax: 0201/183-7461
E-Mail: tanja.rutkowski@uni-due.de

Andrea TrösterTel. +49 (0) 201 / 183-7465
Fax: 0201/183-7461
E-Mail: andrea.troester@uni-due.de


Nordviertel:
Gabi Wittekopf
Tel.: +49 (0) 201 / 183-7466
Fax: 0201/183-7461
E-Mail: gabi.wittekopf@uni-due.de

Stadtteilarbeit

Bernd Krugmann
Stadtteilbüro Altenessen-Süd

Förderturmhaus, Zeche Carl
Wilhelm-Nieswandt-Allee 102
45326 Essen

Tel.: 0201/88-51750
Fax: 0201/88-51759
E-Mail: bernd.krugmann@jugendamt.essen.de



Stadtteilbüro Nordviertel
N.N.

Stand: Juli 2013


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