Gelsenkirchen Schalke
Meilensteine
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Gebietscharakter und Ausgangslage
Karte Gebietsabgrenzung Karte Gebietsabgrenzung

Der ca. 300 ha große Stadtteil Schalke mit rd. 20.000 Einwohnern ist ein innerstädtischer Wohnstandort und einer der am höchsten bevölkerten Stadtteile Gelsenkirchens. Schalke zeichnet sich aus durch eine gute Verkehrsanbindung und die unmittelbare Nähe zur Gelsenkirchener City. Eine Vielzahl an öffentlichen und sozialen Einrichtungen wie das Musiktheater mit überregionaler Bedeutung, Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen sind vorhanden.

Der nördliche Bereich des Gebietes ist eher gewerblich geprägt. Dort befindet sich auch die ehem. Zeche Consol 1/6. Der mittlere und südliche Teil ist deutlich durch dichte Wohnbebauung in rasterförmig angelegten Straßen mit einer Blockrandstruktur und heterogenen Bebauung mit 3-4-geschossigen Mietwohnungsbauten geprägt. Schalke ist ein Wohnstandort mit überwiegend ruhigen Wohnstraßen, aber wenig öffentlichen Grünflächen. Der Stadtteil wird durch Hauptverkehrsstraßen durchzogen bzw. abgegrenzt. Die Kurt-Schumacher-Straße als eine der Hauptverkehrsachsen trennt die Bereiche Schalke Ost und Schalke West.

li.: Liebfrauenstraße, Ecke Franz-Bielefeld-Straße<br>re.: Poensgenstraße li.: Liebfrauenstraße, Ecke Franz-Bielefeld-Straße
re.: Poensgenstraße

Der westliche Teil Schalkes weist eine heterogene Siedlungs- und Nutzungsstruktur auf. Es überwiegt der auf alter Blockstruktur wieder aufgebaute Wohnungstyp der 1950er/1960er Jahre. Hier befindet sich auch die Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs, auf der auf einer Fläche von 15 ha eines der größten innerstädtischen Wohnneubaugebiete Gelsenkirchens mit dem „Wohnen am Stadtgarten“ entwickelt wird. Der östliche Teil Schalkes ist deutlicher grün-derzeitlich geprägt. Aber auch hier gibt es neben Zeilenbauten der 1950er/1960er Jahre Wiederaufbauensembles. Leerstehende Wohnungen und Ladenlokale sowie Modernisierungs- und Instandsetzungsstau kennzeichnen diesen Teil des Gebietes. 85% des Wohnungsbestandes befinden sich im Stadtteil Schalke im Einzeleigentum.

Das Gebiet ist durch eine starke Fluktuation der Bewohner, in Größe und Ausstattung nicht mehr zeitgemäße Wohnungen, Wohnungs- und Ladenleerstände und durch zu wenig wohnortnahe Grünflächen belastet. Die Einwohnerzahl Schalkes insgesamt nimmt zwar ab, jedoch wächst der Anteil an älteren Menschen im Stadtteil. Mit 35 % an der Bevölkerung hat Schalke im Vergleich zur Gesamtstadt mit knapp 20 % einen hohen Anteil an nicht-deutscher Bevölkerung. Ein hoher Anteil an arbeitsloser Bevölkerung ist zudem zu verzeichnen. Für Jugendliche fehlen Freizeit- und Bildungsangebote. Diese Situation macht sich in sozialen Problemen bemerkbar.

Mit dem Stadtteilentwicklungsplan Schalke (Büroge¬mein¬schaft S.T.E.R.N., Berlin und InWIS, Bochum) wurde ein integriertes Handlungskonzept erstellt. In zahlreichen Gesprächen mit den örtlichen Akteuren, dem runden Tisch Schalke, den Wohnungsunternehmen und Dienststellen der Verwaltung wurden die Probleme, Potenziale und Projektvorschläge zur Bewältigung der Herausforderungen und zur Stärkung der vorhandenen Qualitäten definiert. Der Antrag auf Aufnahme des Gebietes in die Städtebauförderung wurde gestellt.

Potenziale und Handlungsansätze

Mit dem Leitbild „Schalke – ein preiswerter Wohnstandort mit Vielfalt und kurzen Wegen“ wird die Entwicklungsrichtung für den Stadtteil im integrierten Handlungskonzept beschrieben. Die Stärkung des innenstadtnahen Wohnens sowie die Vernetzung der zahlreichen Bil-dungseinrichtungen im Stadtteil zur Imagebildung sind zentrale Zielsetzungen, um den Stadt-teil zu erneuern und zu stabilisieren. Wesentliche Ziele und Maßnahmen sind:

  • Verbesserung des Wohnungsangebots und Anpassung an den Bedarf
  • Fassadenerneuerung im Rahmen des Haus- und Hofflächenprogramms
  • Beratung und Mobilisierung von Hauseigentümern in Zusammenarbeit mit in Schalke ansässigen Wohnungsunternehmen
  • Aufwertung des öffentlichen Raumes und Schaffung von Grünflächen und -achsen, Erneuerung von Schulhöfen und Spielplätzen
  • Aufbau und Qualifizierung der Nachbarschaftsarbeit
  • Unterstützung der lokalen Akteure
  • Qualifizierung und Ausweitung der Jugendarbeit, Angebote zum Übergang Schule - Beruf
  • Weiterentwicklung der Bildungspotenziale und deren Vernetzung zum „Bildungsstandort Schalke“
  • Beschäftigung und Qualifizierung
  • Verbesserung des Stadtteil-Images

Nach rund fünf Jahren Stadterneuerung im Stadtteil Schalke wird der bisherige Prozess evaluiert und auf dieser Grundlage das Handlungskonzept für eine weitere Förderphase fortgeschrieben.

Organisation und Lokale Partner

Die Stadterneuerung in Gelsenkirchen wurde neu organisiert. Auf der gesamtstädtischen Ebene ist ein Lenkungskreis Stadterneuerung mit allen Vorständen unter Vorsitz des Stadtdirektors eingerichtet worden. Der Lenkungskreis tagt ca. zweimal pro Jahr. Strategische, richtungsweisende Entscheidungen für die Stadterneuerungsgebiete Gelsenkirchens werden hier getroffen.

Für die einzelnen Stadterneuerungsgebiete der Stadt sind interdisziplinäre Gebietsteams gegründet worden. Im Gebietsteam sind aus den die Stadterneuerung und den Sozialraum betreffenden Fachressorts Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung vertreten. Über das Gebietsteam wird der Entwicklungsprozess kontinuierlich begleitet. Es wird projekt- und sozialraumorientiert zusammengearbeitet. Das Gebietsteam Schalke tagt quartalsweise unter der Geschäftsführung der Koordinierungsstelle Stadterneuerung in Kooperation mit dem Stadtteilbüro Schalke.

Zur Steuerung des Stadterneuerungsprozesses ist Ende 2009 ein Stadtteilbüro vor Ort eingerichtet worden. Im Auftrag der Stadt Gelsenkirchen sind zwei Mitarbeiter/innen der Planungsgruppe Stadtbüro, Dortmund in Kooperation mit zwei Mitarbeiter/innen der AWO Gelsenkirchen dort tätig, koordinieren, entwickeln und setzen die Projekte gemeinsam mit den Akteuren aus dem Stadtteil um. Über die Koordinierungsstelle Stadterneuerung des Referates Stadtplanung erfolgt die Leitung und Koordination des Gesamtprogramms Soziale Stadt Schalke. Auf der Ebene der Verwaltung werden die Voraussetzungen für die Bereitstellung der Förder- und Haushaltsmittel geschaffen.

Zur Stärkung der Gestaltungs- und Empfehlungskompetenzen auf der lokalen Ebene und als Bindeglied zwischen den Akteuren des Stadtteilprogramms wurde in 2011 ein Gebietsbeirat eingerichtet, der u.a. auch über die Vergabe von Mitteln aus dem Quartiersfonds entscheidet. Er gibt Empfehlungen für die von der Verwaltung und dem Stadtteilbüro vorbereiteten Projektvorschläge und Förderanträge. Die Maßnahmen werden über die politischen Gremien, federführend durch den Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss, beschlossen.

Ein Handlungsschwerpunkt ist die Verbesserung des Wohnungsbestandes, die Unterstützung privater Eigentümer zu einer zeit- und nachfragegemäßen Anpassung ihres Gebäudebestandes. Seit 2012 wird in Schalke eine kostenlose Modernisierungsberatungangeboten. Über Eigentümerforen werden Immobilienbesitzer über die Stadterneuerung und für sie wichtige Themen regelmäßig informiert. Das Stadtteilbüro organisiert und moderiert Abstimmungsrunden mit den Wohnungsunternehmen, in denen Perspektiven und gemeinsame Handlungsansätze im Stadtteil sondiert und entwickelt werden. Ein Vertreter eines Wohnungsunternehmens ist auch Mitglied des Gebietsbeirates.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung der sozial-integrativen Projekte und Maßnahmen finden mit den Trägern dieser Projekte des Stadtteilprogramms regelmäßige Treffen zum fachlichen und organisatorischen Austausch statt. Zur Verbesserung der Bildungschancen im Stadtteil wird ein Bildungsverbund gegründet, in dem sich Bildungseinrichtungen aus Schalke stärker vernetzen.

 

Chronologie der Erneuerung – Meilensteine und Projektbeispiele
2007
Der Stadtteilentwicklungsplan Schalke als integriertes Handlungskonzept wird abgeschlossen und ist Grundlage für die Aufnahme in die Städtebauförderung sowie Handlungsleitfaden für die Umsetzung von Maßnahmen. Der Rat der Stadt beschließt das Handlungskonzept und beantragt aufgrund der Problematik im Bereich des Wohnungsbestandes die Aufnahme des Gebietes zunächst in das Programm Stadtumbau West.
2008
Das Gebiet Schalke wird in das Programm Stadtumbau West aufgenommen. Der erste Bewilligungsbescheid wird Ende 2008 erteilt. Eine Änderung der Gebietskulisse in die Soziale Stadt erfolgt aus fördertechnischen Gründen. Die Erneuerungsziele und –maßnahmen bleiben von dieser Änderung unberührt.
2009
Anfang 2009 wird in Verantwortung der Koordinierungsstelle Stadterneuerung bereits mit ersten Projekten im Stadtteilprogramm Soziale Stadt Schalke begonnen, die zunächst noch ohne Unterstützung durch ein Stadtteilbüro initiiert und umgesetzt werden. Die enge Zusammenarbeit im Gebietsteam ermöglicht, dass erste Startermaßnahmen auf den Weg gebracht werden können.
Herbertstraße, Prinzenstraße Herbertstraße, Prinzenstraße
Verschiedene Fassadenerneuerungen über Zuschüsse aus dem Haus- und Hofflächenprogramm sind erfolgreich umgesetzt und setzen erste Zeichen der Erneuerungsbemühungen im Stadtteil.
Erste Auftaktrunden mit den Wohnungsunternehmen zur Projektentwicklung finden statt und es entwickelt sich eine projektorientierte Zusammenarbeit.
Schulhof GGS Grillo Schulhof GGS Grillo
Der Schulhof der Friedrich-Grillo-Grundschule Grundschule wird durch Zusammenführung der Mittel zur Schulhofsanierung der Stadt mit Fördermitteln aus dem Stadtteilprogramm zu einem lebendigen, abwechslungsreichen Aufenthaltsbereich umgestaltet, der Kinder auch außerhalb der Schulöffnungszeiten zum Spielen einlädt.
Flamenco Flamenco
• Durch Bereitstellung von Personal- und Sachmitteln aus Mitteln des Stadtteilprogramms für drei Jahre und Mitteln aus der Beschäftigungsförderung werden die Freizeitangebote für Jugendliche im Jugendzentrum „Lalok Libre“ ausgeweitet (Träger Bauverein Falkenjugend e.V.). Ein Schülertreff in der Hauptschule Grillostraße ist eingerichtet (Träger Amigonianer e.V.). Die zusätzlichen Angebote zielen auf eine Vernetzung der Arbeit in den Jugendzentren mit den umliegenden Schulen, Kindereinrichtungen, Migrantenorganisationen und kirchlichen Gemeinschaften ab.
Fußball AG Fußball AG
Eine betreute und angeleitete Fußball AG mit 5-8-jährigen Kindern wird auf der DFB-Minispielfeldfläche an der Grundschule Leipziger Straße als ein Projekt zur Öffnung der Kindertagesstätte Leipziger Straße realisiert und kann mit Mitteln aus dem Stadtteilprogramm für drei Jahre durchgeführt werden.
Im Rahmen der „Schalker Dienste“ – ein Projekt der Sozialen Stadt mit der AWO in Kooperation mit dem IAG zur Beschäftigungsförderung - sind zwei Quartiersmeister und zwei haushaltsnahe Dienstleisterinnen permanent im Stadtteil unterwegs. Die Quartiersmeister sind Ansprechpartner für die Bewohner in Bezug auf Sauberkeit und Sicherheit im Stadtteil. Durch ihre enge Kooperation mit den städtischen Stellen und den von der Gafög eingesetzten Mitarbeitern im Stadtteil, können die Missstände wie Müll, Sperrmüll und Wildwuchs im öffentlichen Raum kurzfristig beseitigt werden. Die Bewohner sowie Eigentümer werden für einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem Wohnumfeld sensibilisiert. Seit Beginn des Projektes zeigen sich eine deutliche Abnahme der Verschmutzung des Stadtteils und eine wachsende Bekanntheit der Quartiersmeister im Stadtteil.
Aufgabe der haushaltsnahen Dienstleisterinnenist es, insbesondere ältere und behinderte Menschen im Stadtteil zu besuchen und sie zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Schalke zu motivieren Die Maßnahme trägt zu einer deutlichen Verbesserung und zu mehr Kommunikation der Menschen im Quartier und insgesamt zu mehr Lebensqualität im Stadtteil bei. Das Projekt Schalker Dienste wird bis Ende 2014 über das Stadtteilprogramm Soziale Stadt Schalke finanziert.
Ende 2009 wird der Auftrag für das Stadtteilmanagement an die Planungsgruppe Stadtbüro, Dortmund in Kooperation mit der AWO Gelsenkirchen erteilt. Die Stadtteilarbeit vor Ort beginnt.
Für die städtebauliche Neuordnung und Entwicklung des Blockinnenbereiches zwischen Poensgenstraße, Unkelstraße, Bismarckstraße und Grenzstraße wird nach Abriss der Gebäude in der Poensgenstraße durch die Genossenschaft „Die GWG“ ein postgraduierten Wettbewerb der Deutschen Akademie für Stadt- und Landesplanung (DASL) durchgeführt
Das Stadtteilprogramm Soziale Stadt Schalke wird in das Programm der EU „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007 – 2013“ (EFRE) – Ziel-2 Programm“ des Landes NRW und des Bundes zur Stadterneuerung aufgenommen.
2010
Anfang 2010 nimmt das Stadtteilmanagement seine Arbeit vor Ort auf. Das Stadtteilbüro ist verantwortlich für Konzeption und Umsetzung der Projekte an der Schnittstelle von Verwaltung und Akteuren vor Ort. Die Mitarbeiter des Stadtteilbüros beraten Bewohner, Hauseigentümer, Geschäftsleute oder Vereine und nehmen Anregungen und Probleme der Bewohner auf.
Stadtteilbüro Stadtteilbüro
Im Frühjahr wird das Stadtteilbüro eröffnet. Die Stadt Gelsenkirchen hat das Büro in einer Mehrfamilienhaus-Wohnanlage aus den 1950er Jahren eingerichtet, die umfassend saniert wird. Die Eigentümerin Stallmann KG hat ehemalige Wohnungen durch Zusammenlegung von Erdgeschoss und 1. Etage zu flexiblen Büro- und Ateliereinheiten umgestaltet. Entstanden sind eine neue Fassadensituation und ungewöhnliche Raumstrukturen. Die Wahl des Standortes in Verbindung mit der Investitionsbereitschaft der Eigentümerin ist ein erstes positives Signal des Wandels zu einem attraktiven Wohnquartier. Das Projekt der Stallmann KG (Link: www.vewo-gmbh.de) und die Großbaustelle der KWG Hamburg (www.kwg-ag.de) in der Vittinghoff-Siedlung zeigen, dass in Schalke bereits größere private Investitionen mobilisiert werden.
In Hinblick auf eine gezielte Unterstützung der Immobilieneinzeleigentümer wird eine umfassende schriftliche Befragung der ca. 4.000 Eigentümer durchgeführt. Die Auswertung macht unterschiedliche Problemstellungen und Unterstützungsbedarfe deutlich. Eine gezielte Beratung soll entwickelt und umgesetzt werden. Regelmäßige Eigentümerforen sind geplant. Mit den Wohnungsunternehmen sollen geeignete Projekte zur Unterstützung der Eigentümer zur Erneuerung des Wohnungsbestandes und zur Wohnumfeldverbesserung entwickelt werden.
Sternschule Sternschule
Für die Umgestaltung des Schulhofes der Gemeinschaftsgrundschule Franz-Bielefeld-Straße – Sternschule und des in der Nähe liegenden Spielplatzes Heimgarten haben Schüler und Lehrer gemeinsam mit der Verwaltung und dem Stadtteilbüro Ideen entwickelt. Auf dem Schulhof werden neben neuen Spielgeräten und Gestaltungselementen Regenwasserabkopplungsmaßnahmen über Fördermittel der Emschergenossenschaft realisiert. Der Spielplatz ist neu gestaltet worden und öffnet sich räumlich stärker zum Stadtteil.
Die Träger der sozialen Projekte werden vom Stadtteilbüro begleitet und über regelmäßige Abstimmungs- und Austauschrunden in der Projektentwicklung unterstützt. Weitere Angebote zur Öffnung von Kindertagesstätten haben Ende 2010 begonnen. In der Kindertagesstätte werden neben der bestehenden Fußball AG ein Elterncafé und eine Rucksackgruppe eingerichtet. Die Kita Königstraße bietet einen Jungen- und einen Mädchentreff an und in Zusammenarbeit mit Senioren der AWO soll ein generationsübergreifendes Theaterprojekt entwickelt werden. In der Kita Blumendelle gibt es das Projekt Forschen für Kinder, Teenies und Väter.
2011
Gebietsbeirat (oben) Gebietsbeirat (oben)
Auf der ersten Stadtteilkonferenz wurden die Bürgerschaftsvertreter/innen für den Gebietsbeirat gewählt. Im Rahmen der konstituierenden Gebietsbeiratsitzung wurde auch der Quartiersfonds eingerichtet
Schwerpunkt ist weiterhin die Aktivierung der Immobilieneigentümerinnen und –eigentümer. Eine kostenlose Modernisierungsberatung wird eingerichtet. Hierfür ist das Büro Post+Welters, Dortmund beauftragt. Die ersten Eigentümerforen werden durchgeführt, um Eigentümer über aktuelle Entwicklungen im Stadtteil zu informieren und für sie wichtige Informationen weiterzugeben.
Die Qualifizierung Schalkes als Bildungsstandort wird weiterentwickelt.
Die Stadt Gelsenkirchen erwirbt Flächen auf dem ehemaligen Güterbahnhof Schalke-Süd, um die Gemeinschaftsgärten, die vorher als Zwischennutzung auf der Fläche entstanden sind, dauerhaft zu installieren.
Weitere Projekte zur Unterstützung von Jugendlichen werden initiiert.
Das Landschaftsarchitekturbüro Hoff, Essen wird beauftragt für die Wegeverbindung und den Spielplatz Kußweg ein Konzept unter Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner Schalkes zu erstellen.
2012
Schrottimmobilien Münchener Straße Schrottimmobilien Münchener Straße
Die maroden Immobilien Münchener Straße 44/46 werden im Rahmen einer Zwangsversteigerung von der Stadt erworben, mit dem Ziel sie niederzulegen und einen Park für das Quartier anzulegen.
Die Wegeverbindung und der Spielplatz Kußweg werden umgestaltet.
Der Schulhof der Lessing Realschule wird aufgewertet.
Die Flächen für die 3 Gemeinschaftsgärten auf dem ehemaligen Güterbahnhof Schalke-Süd sind über das Landschaftsarchitekturbüro Danielzik+ Leuchter, Duisburg hergerichtet worden. Lalok libre, AWO und der Maria- Sybilla-Merian e.V. führen hier soziale Projekte durch.
Frei:Raum Frei:Raum
Nach einem städtischen Projektaufruf erhalten die Träger Amigonianer für das Projekt „Schalke aktiv“, das Lalok libre für das Projekt „Ab in den Garten“ und die Revierressourcen UG für das Projekt „Ju*In – Jugendliche Innovativ - gemeinwohlorientierte Leerstandsnutzung“ Mittel aus den Modellvorhaben Soziale Stadt.
Das Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen, Köln wird beauftragt, den Prozess zur Entwicklung eines Bildungsverbundes zu organisieren
Die 2. Stadtteilkonferenz Schalke findet statt. Neben dem Themenschwerpunkt Wohnungsbestandsverbesserung und Rolle der Eigentümer im Rahmen der Stadterneuerung und Informationen der Bürgerinnen und Bürger zum Sachstand der Projekte und Maßnahmen im Fördergebiet Schalke, erfolgt ein aktivierender Teil mit Meinungsabfrage und Diskussion zur bisherigen Wirkung des Programms und Umsetzung der ersten Projekte.
2013
Franke-Häuser, vorher, nachher Franke-Häuser, vorher, nachher
Die ehemaligen Schrottimmobilien „Franke-Häuser“ in der Liebfrauenstraße werden von einem Investor saniert und denkmalgerecht umgebaut.
Der Spielplatz Heimgarten ist erneuert.
Das Konzept für den Quartierspark Münchener Straße wird durch das beauftragte Planungsbüro BASTA, Dortmund unter Beteiligung der Öffentlichkeit unter Organisation des Stadtteilbüros entwickelt.
Das Konzept für die Erneuerung des Spielplatzes und Quartiersparks Blumendelle wird unter Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt.
Für die Schulhöfe der Antoniusschule und der GGS Leipziger Straße sind unter Beteiligung von Schülern und Lehrern Konzepte entwickelt worden.
Bildungsverbund Speeddate Bildungsverbund Speeddate
Kitas und Grundschulen werden mit dem Ziel der Gründung eines Bildungsverbundes miteinander vernetzt. Über Arbeitsgruppen zu den Themen „Übergang Kita Grundschule“, „Eltern als Bildungspartner“ und „Öffentlichkeitarbeit“ werden gemeinsame Standards und Produkte entwickelt.
Die Gebäude Münchener Str. 44/46 werden abgerissen.
3. Stadtteilkonferenz Schalke mit dem Themenschwerpunkt „Träger von Kinder- und Jugendprojekten“ stellen ihre Arbeit im Stadtteil vor.
2014
Die Projekte zur Öffnung von Kindertagesstätten sind Anfang 2014 aus der Förderung ausgelaufen und werden in Eigenregie durch die Einrichtungen weitergeführt.
Alle Bildungseinrichtungen werden im Rahmen eines Bildungsforums miteinander vernetzt, mit dem Ziel der Gründung des Bildungsverbundes.
Das Büro ST-Freiraum, Duisburg ist beauftragt für den Grilloplatz und die Schalker Straße ein städtebauliches Rahmenkonzept umzusetzen.
Das Büro Stadtraumkonzept, Dortmund wird in Kooperation mit der Planungsgruppe Stadtbüro, Dortmund für die Zwischenevaluation und die Fortschreibung des Handlungskonzeptes beauftragt. Akteursworkshops zu den verschiedenen Handlungsfeldern der Stadterneuerung in Schalke sowie eine Bewohnerbefragung werden durchgeführt.
Einweihung Quartierspark Einweihung Quartierspark
Der Quartierspark Münchner Straße wird als Gemeinschaftsgarten für die unmittelbare Nachbarschaft gebaut.
Der Spielplatz und der Quartierspark Blumendelle sind umgestaltet.
Das Büro dtp Davids Terfrüchte + Partner, Essen wird beauftragt, den 2. Bauabschnitt des Kußweges zu entwickeln. Zentrale Themen sind Bewegung für Jung und Alt und künstlerische Gestaltung.
Perspektiven

Für Schalke ist ein Erneuerungszeitraum von ca. zehn Jahren prognostiziert worden, um den Stadtteil städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Eine Förderperspektive über die Soziale Stadt/Stadtumbau West besteht zunächst bis zum Ende des EU-Förderzeitraums bis Ende 2014.

In den nächsten Jahren soll das Thema der Eigentümermobilisierung weiterhin verstärkt werden. Weitere Immobilien, die nicht mehr zukunftsfähig sind, sollen abgerissen werden und weitere Grünflächen zur gärtnerischen Nutzung für die Bewohner im Stadtteil entstehen. Bestehende Schulhöfe und Freiflächen sollen qualifiziert werden, neue Quartiersplätze sollen entstehen. Neuer Schwerpunkt für die zweite Phase der Stadterneuerung in Schalke ist die Unterstützung der lokalen Ökonomie in der Schalker Straße und der Bismarckstraße. Vor dem Hintergrund der verstärkten Armutszuwanderer aus Osteuropa in den Stadtteil Schalke sind Angebote zur Integration und Qualifizierung erforderlich. Hierfür werden im Rahmen der neuen EU-Strukturfondsperiode weitere Fördermittel beantragt werden.

Schalke profitiert von weiteren Aktivitäten außerhalb der Förderung aus dem Stadtteilprogramm, die die Entwicklung des Stadtteils unterstützen. Über den Europäischen Sozial-Fonds (EFS) werden Projekte zur Unterstützung der Armutszuwanderer aus Osteuropa im Stadtteil umgesetzt. Schalke war Modellgebiet für das Forschungsprojekt „Lebensqualität Älterer im Wohnquartier (LiW)“ der TU Dortmund. Die Erkenntnisse fließen in die Stadtteilarbeit und Projektentwicklung ein. Der westliche Teil Schalkes ist Teil des durch das BMB geförderten Projektes QuartiersNETZ zur Verbesserung der Lebensbedingungen der älteren Menschen. Mit dem Projekt EMILIA zur Qualifizierung von Migrantinnen profitiert der Stadtteil von Mitteln aus BIWAQ. Schalke ist Modellgebiet für das Projekt „Kein Kind zurück lassen! Kommunen in NRW beugen vor“.

 



 Ansprechpartner

Stadt Gelsenkirchen

Referat Stadtplanung – Koordinierungsstelle Stadterneuerung
Luisa Kuhlemann - Programmleiterin/Gebietskoordinatorin

Rathaus Buer
Goldbergplatz 12
45875 Gelsenkirchen

Tel. 0209/169-4163
Fax. 0209/169-4803

Mail: luisa.kuhlemann@gelsenkirchen.de
Website: www.stadterneuerung.gelsenkirchen.de

Stadtteilbüro Schalke

Luitpoldstr. 50
45881 Gelsenkirchen

Tel. 0209/40858766
Fax. 0209/40858769

Gisela Sichelschmidt (Projektleitung, Stadtteilmarketing, lokale Ökonomie)
gisela.sichelschmidt@gelsenkirchen.de

Marco Szymkowiak (Koordinator für bau- und wohnungswirtschaftliche Projekte
marco.szymkowiak@gelsenkirchen.de

Doris van Kemenade (Koordinatorin für soziale Projekte)
doris.vankemenade@gelsenkirchen.de

Gabriele Jäger (Sekretariat, Projektunterstützung)
gabriele.jaeger@gelsenkirchen.de

Stand: 22.08.2014

Feigs, Referat Stadtplanung 61/3

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