Leverkusen Rheindorf-Nord
Meilensteine
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Gebietscharakter und Ausgangslage

Rheindorf-Nord ist eine typische westdeutsche Großwohnsiedlung der 1960er und 1970er Jahre, die vorwiegend für die Wohnungsversorgung der Flüchtlinge und Vertriebenen gebaut wurde.

Die Siedlung wird im Bebauungsplan als Wohngebiet ohne nennenswerte Mischnutzungen und Gewerbeflächen dargestellt. So existieren folglich kaum belebende Nutzungsmischungen. Es gibt nur wenige Gewerbe- und Arbeitsplätze, keine Kulturbauten und nur in den drei kleinen Geschäftsnebenzentren Handel und Kleingewerbe mit rückläufiger Tendenz. Die Siedlung verfügt über die für die Bauzeit typischen Infrastruktureinrichtungen, wie Kindergärten, Grundschulen, Nebengebäude der Gesamtschule und Kirchengemeinden. Aufgelockert wird sie nur durch 1- bis 2-geschossige Ein- bis Zweifamilienhäuser in den Randbereichen. Der einzige gewachsene, historische Siedlungsteil ist die Butterheide, den siedlungshistorisch nichts mit der Großsiedlung verbindet und sich insofern städtebaulich und strukturell deutlich abgrenzen lässt.

Der Gesamtbestand beträgt 4.200 Wohnungen in 918 Gebäuden. Hiervon sind etwa 3.000 Wohnungen im Eigentum von 4 Wohnungsbaugesellschaften. Ein erheblicher Modernisierungsbedarf ist gegeben.

Im Bezug auf Bildung, Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Jugendhilfe und lokale Ökonomie sind im Vergleich zur Gesamtstadt deutliche negative Abweichungen erkennbar. Hier gilt es gegenzusteuern. Impulse für ein neues Rheindorf sind dringend geboten.

Als Ziel ist und bleibt: Die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger in Rheindorf-Nord zu verbessern.

Potenziale und Handlungsansätze

Die Wohnungsgesellschaft Leverkusen, die in Rheindorf-Nord über den größten Bestand ihrer Wohnungen verfügt, hat in den vergangenen Jahren jeweils 3.000.000 Euro pro Jahr in die Sanierung der Häuser investiert.

Für die Wohnumfeldgestaltung wurden Mittel aus dem Projekt Soziale Stadt beantragt. (Link zur Wohnungsgesellschaft Leverkusen)

Einen weiteren großen Wohnungsbestand hat die Wilhelm-Sander-Stiftung. Im Fördergebiet bzw. unmittelbar angrenzend beträgt der Bestand 500 Wohnungen.

2012 beginnt die Wilhelm-Sander-Stiftung mit Wohnumfeldmaßnahmen 2012 beginnt die Wilhelm-Sander-Stiftung mit Wohnumfeldmaßnahmen

In den vergangenen drei Jahren wurden ca. 8.000.000 € für Renovierung ausgegeben. Alle Wohnungen sind innen kernsaniert, inklusive des Scheibenhochhauses.

In 2009 und 2010 werden weitere 7.000.000 € für den Wohnbestand in der Okerstraße und Saalestraße ausgegeben. Das äußere Bild des Scheibenhochhauses soll optisch umgekrempelt werden, damit dieses Gebäude eine positive Landmarke wird. (Link zur Wilhelm-Sander-Stiftung)

Der Friedenspark am Königsberger Platz ist mit 11 Hektar die zweitgrößte öffentliche Grünanlage Leverkusens. Diese Fläche ist als Wasserschutzzone 1 ausgewiesen und dient der Trinkwassergewinnung. Der Park soll durch folgende Maßnahmen attraktiver gestaltet werden:

  • Sanierung und Ausbau der Spielplätze
  • mehr Bänke
  • bessere Beleuchtung
  • Anpassung der Vegetation an die Parknutzung

Der Königsberger Platz ist das Hauptgeschäftszentrum von Rheindorf-Nord und damit wichtig für die Nahversorgung. Hier gilt es, die vorhandenen Potentiale zu aktivieren und damit die Gesamtsituation zu verbessern.

Der Festplatz Felderstraße ist Mitte der 1980er Jahre im Bereich einer ehemaligen Kiesgrube entstanden. Die ehemalige Kiesgrube wird heute als Rheindorfer See bezeichnet. Ein Erneuerungskonzept wurde vom Fachbereich Stadtgrün erstellt.

Durch den Neubau eines abgängigen Jugendhauses soll ein wertneutrales Angebot der Kinder- und Jugendarbeit für unterschiedliche jugendliche Gruppen geschaffen werden. Durch die Kombination mit dem bereits vorhandenen pädagogisch betreuten Spielplatz werden Synergien geschaffen: Drei Interessensgruppen, die Betreiber des pädagogisch betreuten Spielplatzes, Jugendkunstgruppen sowie die Betreiber des Jugendhauses, werden die Räumlichkeiten, die Gemeinschaftsflächen, Sanitäranlagen u.a. gemeinsam nutzen. Darüber hinaus wird durch den Wegfall der zurzeit provisorischen Räumlichkeiten an dem pädagogisch betreuten Spielplatz mit einem erheblichen Einsparungseffekt bei den Heizkosten gerechnet.

Organisation und Lokale Partner

Die Federführung des Projektes liegt beim Fachbereich Soziales der Stadt.

Eine Projektgruppe, bestehend aus den am Projekt beteiligten Fachbereichen, der Wohnungsgesellschaften und der Stadtteilmanagerin, übernimmt die fachliche Begleitung und Unterstützung der Projektaktivitäten.

Der Projektbeirat übernimmt die fachliche Begleitung und Beratung des Projektes und bringt die bürgerschaftlichen Perspektiven ein. Er setzt sich wie folgt zusammen:

  • Aktionsgemeinschaft Rheindorfer Vereine (maximal 5 Vertreter/innen),
  • jede im Fördergebiet gelegene Schule bzw. jede Kindertagesstätte,
  • jede im Fördergebiet ansässige Gemeinde bzw. jede Religionsgemeinschaft,
  • jeder im Fördergebiet tätige Wohlfahrtsverband bzw. jede caritative Einrichtung,
  • jede im Fördergebiet tätige Interessengemeinschaft im Bereich Handel, Wirtschaft oder Gewerbe,
  • der inzwischen gegründete „Förderverein Soziale Stadt“

Stadtteilbüro Stadtteilbüro

Die Stadtteilkonferenz soll allen interessierten Bewohnern und Bewohnerinnen des Stadtteils zugänglich sein.

In ihr werden Maßnahmen, Aktivitäten und Projekte vorgeschlagen, diskutiert und koordiniert. Die Stadtteilkonferenz berät den Stadtteilbeirat und kann ihm Vorschläge unterbreiten.

Die Stadtteilmanagerin ist Bindeglied zwischen Bürgern, Politik, Verwaltung und Institutionen und Ansprechpartnerin vor Ort. Das Stadtteilbüro befindet sich im Fördergebiet am Königsberger Platz.

 

Chronologie der Erneuerung

Zunächst wurden die Projektstrukturen entwickelt und auf der Grundlage des Förderbescheids mit den konsumtiven Maßnahmen begonnen.

Meilensteine und Projektbeispiele
2007
Durchführung der 1. Stadtteilkonferenz

Sitzung des Projektbeirats und Einrichtung von Arbeitsgruppen

2008
Eröffnung des Stadtteilbüros

Beginn der Maßnahme „Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“

Beginn der Maßnahme „Beschäftigung und Qualifizierung für Jugendliche“

2009
Regenbogenland Regenbogenland
Kinder- und Jugendbeteiligung im Rahmen der Umgestaltung des Friedensparks

Maßnahmen im Rahmen des Verfügungsfonds: Stadtteilfest, Leseförderung von Kindern und Jugendlichen

Regenbogenaktion im Friedenspark, 1.000 Kinder setzen ein Zeichen für Verständigung und Toleranz und singen das Regenbogenlied

Perspektiven

Beginn mit den investiven Maßnahmen in 2010 nach Vorlage der Bewilligung:

  • Umgestaltung des Friedensparks
  • Festplatz Felderstraße
  • Wohnumfeldmaßnahmen der Wohnungsgesellschaft Leverkusen

 



 Ansprechpartner

Stadt Leverkusen

Fachbereich Soziales
Paulina Urban
Miselohestaße 4
51379 Leverkusen

Telefon: +49 (0) 2 14 / 406 - 5010
Telefon: +49 (0) 2 14 / 406 - 5002
E-Mail:
paulina.urban@stadt.leverkusen.de

Website:
www.leverkusen.de
(Soziales -> Soziale Stadt Rheindorf)


Helga Vogt
Miselohestraße 4
51379 Leverkusen
Telefon: +49 (0) 2 14 / 406 - 5000
E-Mail:
helga.vogt@stadt.leverkusen.de


Stand: 2010

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