Mönchengladbach Rheydt
Meilensteine
Ansprechpartner
Gebietscharakter und Ausgangslage
Marienplatz Kreuzung Marienplatz Kreuzung

Die Innenstadt von Mönchengladbach-Rheydt bildet neben der Mönchengladbacher Innenstadt das zweite Zentrum der Stadt und bietet für die südlichen Stadtteile Mönchengladbachs ein breites Einzelhandels- und Gastronomieangebot sowie öffentliche Einrichtungen wie das Technische Rathaus und das Theater. Die Rheydter Innenstadt leidet jedoch seit vielen Jahren an Funktionsverlusten und städtebaulichen Missständen. Das Stadtbild wirkt vernachlässigt und schwächt die innerstädtische Atmosphäre, Leerstände nehmen zu und die Aufenthaltsqualität nimmt stetig ab.

Neben den raumstrukturellen Themen sind soziale Probleme des Stadtteils mit rund 13.300 Einwohnern offensichtlich. Der sehr hohe Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund in Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen sowie die erheblichen Sprach- und Bildungsdefizite machen deutlich, dass die Rheydter Innenstadt einen deutlich höheren Bedarf an Förder- und Integrationsangeboten hat als andere Stadtteile Mönchengladbachs. Auch die hoch verdichtete und in Teilen vernachlässigte Wohnbebauung führt zu sozialer Segregation. Fehlende Grün- und Bewegungsräume, Freizeitangebote, Aufenthaltsmöglichkeiten und Spielmöglichkeiten sind weitere Defizite.

Potenziale und Handlungsansätze
Pahlkebad im Hugo-Junkers-Park Pahlkebad im Hugo-Junkers-Park

Durch den Erneuerungsprozess sollen bestehende Qualitäten des Stadtteils gestärkt sowie vorhandene Defizite beseitigt werden. So besteht beispielsweise mit der Neugestaltung des Hugo-Junkers-Parks die Chance, das enorme Defizit an Grün- und Freiraum zu beheben und neue Aufenthaltsmöglichkeiten für die Bevölkerung zu schaffen.

Folgende Entwicklungsziele werden bei der Umsetzung des Integrierten Handlungskonzepts verfolgt:

  • Attraktive Innenstadt – Innenstadtfunktionen sichern und erweitern
  • Öffentlicher Raum und Stadtgestalt – Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität sichern und Potenziale nutzen
  • Stabile Wohnquartiere – Ganzheitlich betrachtet
  • Bildung und Soziales, Beratung und Hilfe: Neue Konzepte für neue Herausforderungen

Im Stadtteil besteht eine Gleichgewichtigkeit von städtebaulichen und sozialen Problemen. Alle Akteure sehen in der Rheydter Innenstadt eine wachsende soziale Segregation und Konzentration von sozialen Problemlagen. Daher müssen nicht nur die städtebaulichen Missstände, wie Leerstand und schlechte Rahmenbedingungen für Einzelhandel und Dienstleistungen, sondern auch die sozialen Problemlagen der Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt Rheydt bearbeitet und aufgefangen werden.

Dabei soll für alle Projekte des Integrierten Handlungskonzepts die Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe für alle Bewohnerinnen und Bewohner und ein gutes Miteinander aller Kulturen leitend sein. Eine Gender sensibilisierte Vorgehensweise bei der Umsetzung soll gewährleisten, dass jede Form von Ausgrenzung vermieden wird. Integration und gesellschaftliche Teilhabe bezieht sich dabei auf alle sozial benachteiligte und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossene Menschen der Mehrheits- und der Minderheitsgesellschaften. Zentrale Aufgabe ist u. a. die Verbesserung der Bildungschancen und beruflichen Qualifikationen aufbauend auf einer guten Sprachkompetenz.

Die Handlungsfelder des Fachbeitrags Soziales zum Innenstadtkonzept sind:

  • Lokale Ökonomie, Bildung und Beschäftigung
  • Sozialintegrative Maßnahmen für Mädchen und Jungen, Familien und alle Generationen
  • Orte der Kommunikation und Quartiersmanagement

Organisation und Lokale Partner

Als Ansprechpartner vor Ort und zur Unterstützung der städtischen Projektleidung wird ein Stadtteilbüro eingerichtet. Dies dient auch der Aktivierung der Bürgerschaft, der in der Innenstadt angesiedelten Institutionen und weiterer Akteure.

Bürgerinfo Bürgerinfo

Die Stadt Mönchengladbach strebt die Umsetzung der sozialintegrativen Maßnahmen gemeinsam mit den sozialen und freien Trägern an. Koordiniert werden soll die Umsetzung durch ein Quartiersmanagement im Stadtteilbüro. Dort wird sich auch ein Citymanager damit betraut sein, die investiven und handelswirtschaftlichen Projekte zu initiieren und zu begleiten.

Während des Stadtteilerneuerungsprozesses wird eine zielgruppenspezifische Beteiligung stattfinden. Dabei ergeben sich die Inhalte aus den konkreten Maßnahmen und Handlungsfeldern.

 

Chronologie der Erneuerung – Meilensteine und Projektbeispiele
Jun 2007
Beginn des umfassenden Diskussions- und Planungsprozesses für die Rheydter Innenstadt mit der Eröffnung des Bürgerbüros ‚City-Werkstatt‘
2007-2008
Bürgerwerkstatt Bürgerwerkstatt
Durchführung von drei Innenstadtforen und sieben Werkstattgesprächen
Aug 2008
Veröffentlichung des Innenstadtkonzepts Rheydt
Aug – Nov 2009
Marktplatz Marktplatz
Durchführung eines Wettbewerbs zur Neugestaltung des Marktplatzes
März 2010
Veröffentlichung eines Fachbeitrags Soziales zum Innenstadtkonzept Rheydt
Sep 2010
Beginn der Ausführungsplanung zur Neugestaltung des Marktplatzes
Nov 2010
Aufnahme in das Programm Soziale Stadt NRW
Perspektiven

Mit dem vorliegenden Konzepten und Planungen soll der Erneuerungsprozess gestartet werden, der zeitgemäße Rahmenbedingungen für die Rheydter Innenstadt und die Einzelhandelsentwicklung bietet. Die alte Identität und Attraktivität für die Rheydter Bevölkerung soll wieder gewonnen werden. Die Aufwertung und Revitalisierung der Innenstadt von Mönchengladbach Rheydt sowie die Verbesserung der sozialen Lebenslagen stellen besondere Herausforderungen dar.

Durch die Ergänzung des städtebaulichen Programms um die Maßnahmen aus den Bereichen Lokale Ökonomie, Integration, Gender und Soziales wird die Nachhaltigkeit der Maßnahmen gesichert. Eine wichtige Aufgabe im Rahmen von City- und Quartiersmanagement wird es sein, gemeinsam mit den Akteuren und Akteurinnen im Stadtteil nachhaltige Arbeits- und Kommunikationsstrukturen aufzubauen und durch entsprechende Image- und Öffentlichkeitsarbeit eine Stadtteilidentität zu entwickeln. Alle Akteure streben an, dem Abwärtstrend ressortübergreifend entgegenzusteuern. Diese Aufgabe erfordert das Engagement aller Einrichtungen und gesellschaftlicher Gruppen. Es ist ein positives Zeichen, dass alle bei der Erstellung des Handlungskonzepts beteiligten Akteure dieses Engagement signalisiert haben.

 

Materialien zum Download

Website Innenstadtkonzept Rheydt (Externer Link)



 Ansprechpartner

Koordination

Kajetan Lis

Stadt Mönchengladbach
Fachbereich 61
Stadtentwicklung und Planung
Rathaus Rheydt
41050 Mönchengladbach

Tel.: 02161 / 25- 8600
Fax:  02161/ 25- 8619
E-Mail.: Kajetan.Lis@moenchengladbach.de


Stand: Oktober 2010

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