Rheine Dorenkamp
Meilensteine
Ansprechpartner
Gebietscharakter und Ausgangslage
Räumliche Abgrenzung Räumliche Abgrenzung

Der Stadtteil Dorenkamp liegt süd-westlich der Innenstadt von Rheine, in fußläufiger Entfernung zum Stadtkern. Von dort aus gesehen „hinter dem Bahnhof“ teilt sich der Stadtteil in einen südlichen und einen nördlichen Bereich, die durch die Breite Straße getrennt sind und sehr unterschiedliche städtebauliche Charaktere aufweisen. Insgesamt leben ca. 13.500 Einwohner im Stadtteil. Der Dorenkamp entstand überwiegend in den Nachkriegsjahren als Reaktion auf ein starkes Bevölkerungswachstum. Prägend sind einfache Reihen- und Einfamilienhäuser aus den 1950er- und 1960er Jahren. Kleine Quartiere mit Mehrfamilienhäusern, ebenfalls in architektonisch eher schlichter Ausführung, ergänzen die Bebauung. Aufgrund fehlender Investitionen ist bei einem sehr hohen Anteil der Gebäude ein erheblicher Sanierungsstau festzustellen. Problematisch ist weiter der hohe Anteil an Arbeitslosigkeit und an SGB-II-Empfängern, die geringe Anzahl an jungen Familien mit Kindern und die Überalterung der Bewohnerschaft.

Darbrookstraße Darbrookstraße

Auf dem Dorenkamp sind die städtebaulichen Problemlagen im gesamtstädtischen Vergleich am auffälligsten. Auch aus diesem Grund wurden im Rahmen des landesweiten Projektes „Nachhaltiges Kommunales Flächenmanagement“ der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V. von Mitte 2008 bis Anfang 2010 vor dem Hintergrund des demografischen Wandels exemplarisch für den Stadtteil Dorenkamp erste Prozesse in Gang gesetzt. So wurde als Ergebnis des Gesamtprojekts u. a. der Beschluss gefasst, im Jahr 2010 ein Integriertes Handlungskonzept für den Stadtteil Dorenkamp zu erstellen, um einen erforderlichen Erneuerungsprozess zu initiieren. Mit dem Konzept, welches die Stadt in Eigenregie erstellt hat, wurde die Aufnahme des Programmgebiets in die Soziale Stadt beantragt und bewilligt. Durch den Beschluss des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr wurde der Stadtteil in das Programm aufgenommen. Im Jahr 2011 wurden erste Mittel im Städtebauförderprogramm bereigestellt.

Potenziale und Handlungsansätze
Neue Mitte Dorenkamp Neue Mitte Dorenkamp

Den Problemen und Defiziten gegenüber stehen die Potenziale des Stadtteils. So liegt Dorenkamp innenstadtnah, ist gut an den ÖPNV angebunden und befindet sich direkt an weitläufigen Natur- und Erholungsräumen. Seit der Realisierung der „Neuen Mitte“ besteht im Stadtteil eine gute Ausstattung mit Nahversorgungsangeboten.

Um dem Stadtteil eine neue Perspektive aufzuzeigen gilt es, den anstehenden Generationenwandel und die Erneuerung des Stadtteils aktiv zu steuern. Wohnbestand, Wohnumfeld sowie soziale und infrastrukturelle Angebote müssen sich in dem innenstadtnahen und integriert gelegenen Stadtteil umfassend auf die Wohn- und Lebensbedürfnisse von jungen Familien einstellen. Ohne dies würde der Stadtteil weiter in eine soziale Schieflage geraten.

Organisation und Lokale Partner
Übersicht Projektorganisation (Stand: Feb. 2012) Übersicht Projektorganisation (Stand: Feb. 2012)

Die Verantwortung für das Projekt Soziale Stadt – Dorenkamp liegt zentral bei dem Ersten Beigeordneten. Eine Arbeitsgruppe begleitet den Projektfortschritt permanent. Die Projektkoordination wird in Arbeitsteilung durch die Stadtplanung und das noch zu installierende Stadtteilmanagement vorgenommen.

Die Bearbeitung der Einzelprojekte aus dem Integrierten Handlungskonzept (Konkretisierung von Projektinhalten und deren Umsetzung) kann bei Bedarf innerhalb von Projektgruppen erfolgen. Diese setzen sich themenbezogen aus Bürgerschaft und Akteuren sowie Vertreter/innen der jeweils relevanten Fachverwaltungen zusammen.

Ein zentrales Element ist die Beteiligung der Bewohnerschaft und die Netzwerkarbeit. Diese Aufgaben werden vom Stadtteilmanagement in Zusammenarbeit mit den Projektgruppen übernommen. Die Federführung übernimmt das Stadtteilmanagement.

 

Chronologie der Erneuerung – Meilensteine und Projektbeispiele
2009-2010
Erbeitung des "Integrierten Handlungskonzeptes Dorenkamp" (IHK)
Sep. 2010
Beschluss des IHK durch den Rat der Stadt Rheine
Ende 2010
Aufnahme in das Bund-Länder-Förderprogramm "Soziale Stadt"
2011
Konkretisierung des IHK durch das Büro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH
Beschluss des IHK durch den Rat der Stadt Rheine
2012
Einrichtung des Stadtteilmanagements und des Stadtteilbüros. Beauftragung einer Teilraumanalyse Wohnungsmarkt Dorenkamp.
2013
Eröffnung des Stadtteilbüros Eröffnung des Stadtteilbüros
Büroeröffnung des Stadtteilmanagements im Stadtteil Dorenkamp (WohnBund-Beratung NRW)
Die Richtlinien zum Verfügungsfonds wurden beschlossen. Gründung eines Verfügungsfondsbeirates.
Siegerentwurf des Wettbewerbs zur Freiflächengestaltung des Schulzentrums (Büro Gasse, Schumacher, Schramm aus Bremen) Siegerentwurf des Wettbewerbs zur Freiflächengestaltung des Schulzentrums (Büro Gasse, Schumacher, Schramm aus Bremen)
Start des Teilprojekts "Neugestaltung der Freiflächen am Schulzentrum Dorenkamp" (Durchführung eines kooperativen Wettbewerbverfahrens)
2014
Auftragsvergabe zur prozessbegleitenden Evaluation des Soziale-Stadt-Programms Rheine-Dorenkamp an StadtRaumKonzept GmbH und ISSAB Erste geförderte Maßnahmen aus dem Hof- und Fassadenprogramm werden umgesetzt.
Umsetzung von geförderten Maßnahmen aus dem Verfügungsfonds:
  • Entwicklung einer Internetplattform für den Stadtteil Dorenkamp
  • Bunte Kaffeetafel Dorenkamp auf dem Pfarrer-Bergmanshoff- Platz
  • Ein Fest von Bürgen für Bürger auf dem Pfarrer-Bergmanshoff-Platz
  • Tagesausflug zum Naturzoo Rheine für Familien und Kinder
Perspektiven

Aus der Analyse der Situation und der Ermittlung der Handlungsbedarfe ergeben sich im Integrierten Handlungskonzept drei Schwerpunkte, die zur Stabilisierung des Stadtteils bearbeitet werden:

Wohnen:
Die städtebauliche, raumstrukturelle Hauptfunktion des Stadtteils ist Wohnen. Der enorme Sanierungsstau ist nachhaltig und zukunftsweisend auszugleichen. Es gilt, den Stadtteil zu einem innenstadtnahen Wohnstandort für junge Familien zu entwickeln, so dass im Stadtteil „Raum“ für alle Generation ist und dadurch eine Verjüngung der Bevölkerung erreicht wird.

Kirmesplatz Kirmesplatz

Infrastruktur, Wohnumfeld und Identität:
Der Stadtteil ist in den 1950er und 1960er Jahren entstanden. Auch wenn die Neue Mitte schon einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur geleistet hat, soll die Revitalisierung des Stadtteils durch die Aufwertung des öffentlichen Raums und die Verbesserung der Infrastruktur weitergeführt werden. Dabei sollen vor allem die öffentlichen Frei- und Grünraume attraktiviert, neue Spielflächen geschaffen und das ökologische Stadtklima maßgeblich verbessert werden.

Bildung:
Die vorhandenen Schulangebote sollen umfassend gestärkt werden, um Rahmenbedingungen für die Wohn- und Lebensstandortwahl von jungen Familien zu verbessern und somit die Wohnortwahl positiv zu beeinflussen.

 

Materialien zum Download

Stadtteil-Management www.mein-dorenkamp.de

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internet-Seiten der Stadt Rheine.

Integriertes Handlungskonzept Dorenkamp (PDF 6,8 MB)



 Ansprechpartner

Stadt Rheine

Technische Beigeordnete
Christine Karasch
Klosterstraße 14
48431 Rheine

Fon: +49 (0)5971 939-207
Fax: +49 (0)5971 939-8-207

christine.karasch@rheine.de
www.rheine.de

Stadt Rheine

Leiter der Stadtplanung
Martin Dörtelmann
Klosterstraße 14
48431 Rheine

Fon: +49 (0)5971 939-411
Fax: +49 (0)5971 939-8-411

martin.doertelmann@rheine.de
www.rheine.de

Stand: November 2014
 

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