Viersen Südstadt
Meilensteine
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Gebietscharakter und Ausgangslage
Gereonsplatz vor der Umgestaltung Gereonsplatz vor der Umgestaltung

Die Viersener Südstadt ist ein heterogener Stadtteil im Übergangsbereich zwischen Innenstadt und Außenbezirken. Kern des Handlungsraumes ist das historische Zentrum der Südstadt, das „Rintgen“, das den Gereonsplatz als Quartiersmittelpunkt umgreift. In den Teilräumen Rintgen, Casinogarten, Bahnhofsumfeld, Rintgen-Süd und Festhallenumfeld leben 5.734 Einwohner auf einer Fläche von 104 ha.

Wie in vielen anderen Städten wird auch in Viersen der Funktionswandel bei sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich und hinterlässt seine Spuren im Stadtbild und in der Bevölkerungsstruktur.

Kartierung der Gewerbeflächen und Leerstände 2014, Quelle: Hochschule Niederrhein Kartierung der Gewerbeflächen und Leerstände 2014, Quelle: Hochschule Niederrhein

Die Umstrukturierung des Einzelhandels hin zu Ketten hat zu einer Verlagerung des eher kleinflächigen Einzelhandels aus der Südstadt geführt. Zunehmende Leerstände, Investitionsstau bei der Sanierung von Gebäuden, aber auch z. B. eine erhöhte Arbeitslosigkeit sind die vor Ort bemerkbaren Anzeichen der strukturellen Probleme. Gemeinsam mit den Bürgern wird an Lösungsansätzen gearbeitet.

Potenziale und Handlungsansätze

Das Leitbild "Perspektive Südstadt - grün, urban, kreativ" fasst spezifische Entwicklungsperspektiven zusammen und dient als Wegweiser für eine zukunftsfähige Entwicklung der Viersener Südstadt:

  • Grün: Mit zahlreichen hochwertigen Grünflächen, Gärten und Parks bietet sich für die Südstadt die Chance, ihre Freiraumstrukturen zu einem Markenzeichen des Stadtteils zu machen.
  • Urban: Die Südstadt hat einen urbanen Charakter (bauliche Dichte, Nutzungsmischung, urbane bauliche Gestalt), der als Stärke begriffen und ausgebaut wird.
  • Kreativ: Die kulturellen Aktivitäten und bürgerschaftlichen Initiativen in der Südstadt sind das Aushängeschild des Stadtteils. Zusätzlich zeigen die in der Südstadt ansässigen kreativen Berufe vom Kunstschmied bis zum Geigenbauer das hier vorhandene kreative Potenzial.

Kinderfest im Lyzeumsgarten Kinderfest im Lyzeumsgarten

Das Handlungskonzept Perspektive Südstadt ist ein Leitfaden zur integrierten Entwicklung des Quartiers. Es dient der Vernetzung vorhandener personeller Ressourcen, Ideen und Konzeptionen sowie der Formulierung sozialer und baulicher Stadtentwicklungsziele für eine zukunftsfähige Südstadt. Der Rat der Stadt Viersen hat dem Handlungskonzept zugestimmt. Als flexibler Orientierungsrahmen für die Stadtentwicklung bleibt es offen und veränderbar. Im dort enthaltenen Maßnahmenkatalog sind die einzelnen Projekte für die Südstadt dargestellt. Zusammengefasst werden die Maßnahmen in den folgenden Handlungsfeldern:

  • Öffentlicher Raum
  • Grün- und Freiflächen
  • Wohnen / Baukultur
  • Wirtschaftsförderung / Lokale Ökonomie
  • Bildung / Kultur / Soziales

Bei der Quartierswerkstatt am 29.05.2010 erfolgte die thematische Schwerpunktsetzung in den Handlungsfeldern Öffentlicher Raum, Grün- und Freiflächen und Wohnen/Baukultur. Die Vielfalt interessanter Beiträge sowie die große Bereitschaft zur Mitgestaltung des Stadtteils sind ein deutliches und positives Zeichen für die Chance einer nachhaltigen Entwicklung in der Südstadt.

Organisation und Lokale Partner
Stadtteilbüro Südstadt Stadtteilbüro Südstadt

Dem Stadtteilbüro Südstadt kommt die zentrale Rolle im Rahmen der Partizipationsprozesse zu. Es ist zuständig für die Gemeinwesenarbeit im Stadtteil und aktiviert die Bürgerschaft zur Mitarbeit. Es ist Treffpunkt nicht nur der Arbeitskreise, die bereits seit mehreren Jahren aktiv den Stadtteil mitgestalten.

Die Stadtverwaltung Viersen hat mit der konsequenten Einbindung des Quartiersmanagements in die verwaltungsinternen Abstimmungsprozesse im Rahmen folgender Gremien die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der Stadtentwicklung geschaffen:

  • SÜDSTADTteam: Konzeptionelle Gesamtsteuerung des Verfahrens durch eine fachbereichsübergreifende, interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter Leitung des Fachbereichs Stadtentwicklung.
  • Politischer Beirat: Transparente Darstellung des komplexen Förderhintergrunds sowie der Zeit- und Verfahrensplanung gegenüber der Politik. Hier können zudem Maßnahmen und Beschlüsse über Fachausschussgrenzen hinaus abgestimmt werden.

Flankierend dazu findet ein reger Informations- und Erfahrungsaustausch über die bürgerschaftlich getragenen Arbeitskreise „AK Verkehr und mehr“ und „AK Immobilien“ statt.

Die Vernetzung mit lokalen Partnern ist der wichtigste Bestandteil bei der Umsetzung des Handlungsprozesses. Der Erfolg der Stadtentwicklung in der Südstadt ist maßgeblich auf das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie der Institutionen vor Ort angewiesen.

 

Chronologie der Erneuerung – Meilensteine und Projektbeispiele
2006
Gründung des Stadtteilbüros Südstadt
2006-2009
Bildung erster Arbeitskreise, Vernetzung von Akteuren, Aktivitäten der Arbeitskreise
2009
Erstellung Integriertes Handlungskonzept, Vorschläge für Leitbild und Maßnahmen, Ratsbeschluss
Anfang 2010
Aufnahme in das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt NRW
April 2010
Informationsveranstaltung „Frühlingserwachen“ zur Information über Erreichtes und die nun anstehenden Schritte
Mai 2010
Quartierswerkstatt Perspektive Südstadt – Thematische Schwerpunktsetzung und Erarbeitung von Ideen und Handlungsansätzen
Ab Herbst 2010
Umsetzung des Maßnahmenkatalogs
Dezember 2011
Aufnahme in das Programm BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) mit den Kooperationspartnern Hochschule Niederrhein (Institute SO.CON und NIERS), Diakonie Krefeld Viersen und Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Niederrhein:
  • „Stärkung der lokalen Ökonomie in der Südstadt“ (Institute NIERS und SO.CON der Hochschule Niederrhein)
  • „F.I.T. - Fortbildung - Information - Training im Quartier“ (Diakonie Krefeld & Viersen)
  • „Schüler- und Jugendwerkstatt“ (Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Niederrhein Krefeld-Viersen-Neuss.
November 2013
Vorstellung der Ergebnisse der Zwischenevaluation durch das Büro StadtRaumKonzept
September 2014
Beschluss des Rates über das Konzept zur Verstetigung und Fortführung der quartiersbezogenen Stadtteilarbeit ab 2015 und Einreichung eines Förderantrages zur Fortführung der Maßnahme von 2015 – 2019

Unter anderem befinden sich diese Projekte in der Umsetzungsphase bzw. im Abschluss:

  • Realisierung verschiedener kleiner Einzelmaßnahmen aus dem Gesamtkonzept Öffentlicher Raum unter Mitwirkung der Arbeitskreise im Stadtteilbüro
  • Durchführung eines Immobilienmanagements zur Aktivierung der Immobilienbesitzer im Quartier, begleitet durch den AK Immobilien seit Ende 2011
  • Unterstützung des Immobilienmanagements durch ein kommunales Hof- und Fassadenprogramm seit Ende 2011, flankiert mit Informationen zu Werterhalt, Sanierungsstrategien und Fördermöglichkeiten für Eigentümer
  • Unterstützung bewohnergetragener Projekte und Aktionen im Quartier durch einen Verfügungsfonds seit Ende 2011

Bereits realisiert wurden folgende Maßnahmen im Bereich Umgestaltung und Aufwertung der Grün- und Freiflächen:

  • Alter ev. Friedhof (realisiert)
  • Lyzeumsgarten (realisiert)
  • Casinogarten / Schulhof Anne-Frank-Gesamtschule (realisiert)
  • Grünflächen an der Hohlstraße
  • „Kapellenplätzchen“ am Klosterweiher (realisiert)
  • Begrünung Parkplatz an ev. Friedhof (realisiert)
  • Hermann-Hülser-Platz (Fertigstellung im Oktober 2014)
  • Umfeld ev. Kirche (Fortsetzung Umbau im Oktober 2014)

Außerdem wurden eine Querungshilfe an der stark befahrenen Große Bruchstraße realisiert sowie ein kleiner Platz an der Ecke Königsallee / Große Bruchstraße neu gestaltet.

Perspektiven

Im Zuge der Bewilligung der großen Baumaßnahmen im öffentlichen Raum – insbesondere des Gereonsplatzes – wurde die Programmlaufzeit um ein Jahr bis Ende 2015 verlängert. In dieser Zeit stehen die folgenden Maßnahmen an:

  • Gereonsplatz (Spatenstich am 23. Oktober 2014, Fertigstellung Frühjahr 2015)
  • Gestaltung der Grünfläche an der Realschule (Beteiligungsverfahren Frühjahr 2015)
  • Bahnhofsvorplatz (soll noch über laufendes Programm realisiert werden)

 

Materialien zum Download

Integriertes Handlungskonzept "Perspektive Südstadt" (PDF 1,6 MB)

Dokumentation der Quartierswerkstatt (PDF 2,3 MB)

Konzept zur Verstetigung und Fortführung der quartiersbezogenen Stadtteilarbeit ab 2015 (PDF 2,3 MB)

Verstetigung in Viersen-Südstadt (PDF 40 KB)



 Ansprechpartner

Stadtteilbüro Südstadt
Große Bruchstraße 6a
41747 Viersen

Patricia Jessen
Quartiersmanagerin
Telefon: 0 21 62 / 10 24 20 8
info@stadtteilbuero-suedstadt.de


Stadt Viersen
Fachbereich Stadtentwicklung
Bahnhofstraße 23
41747 Viersen

Lena Vogel
Koordinatorin
Telefon: 0 21 62 / 101 222
lena.vogel@viersen.de

Stand: Novemer 2014

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