Grenzen aufheben


 Hagen-Vorhalle
Meilensteine
Ansprechpartner

 

Bilanz

Hagen Vorhalle ist seit Dezember 2003 formell kein Programmgebiet der Sozialen Stadt NRW mehr. Um das Know-how von Vorhalle auf den zweiten Hagener Programmstadtteil Altenhagen zu übertragen, wurde bereits seit dem Jahr 2000 ein gemeinsames Stadtteilmanagement eingerichtet. Dieses kümmerte sich auch um die Belange von Vorhalle.
Das Vorhaller Forum arbeitet auch nach 2003 weiter und trifft sich ca. 4-mal im Jahr. Seit 2007 existiert unter www.vorhaller-forum.de eine Website, auf der die Termine und Veranstaltungen des Forums angekündigt werden.

Gebietscharakter und Ausgangslage

Umgestaltung des Markt- und DenkmalplatzesVorhalle - ein gewachsener Arbeiterstadtteil am nordwestlichen Rand von Hagen - umfasst eine Fläche von ca. 31,5 ha und zählt rund 9.000 Einwohner. Der relativ grüne Stadtteil ist dicht besiedelt. Die heterogene Bebauungsstruktur wird durch Ein- und Mehrfamilienhäuser bestimmt, im nördlichen Teil (Brockhausen) dominieren Hochhäuser und viergeschossige Gebäude.

Im Vorfeld der Erneuerungsmaßnahmen in Hagen-Vorhalle, hatte die Schließung von Industriebetrieben (Fa. Krupp, Gießerei) zu hohen Arbeitsplatzverlusten geführt und einige problematische Altlasten hinterlassen. Hinzu kamen städtebauliche Mängel: Autobahn A 1 und Bundesstraße B 226 sowie eine Eisenbahntrasse mit Rangierbahnhof, die starke räumliche Barrieren darstellen und zum Teil extrem hohe Lärmimmissionen verursachen. Erhebliche Lücken bestanden auch im Angebot von sozialen, kulturellen und Bildungseinrichtungen. Zudem fehlte es an Begegnungsmöglichkeiten und attraktiven Spiel- und Freiflächen.


An der Umgestaltung des Markt- und Denkmalplatzes waren viele Vorhaller Akteure beteiligt


Potenziale und Handlungsansätze

Das integrierte Handlungskonzept von Juli 1995 beinhaltet drei Themenschwerpunkte:

  • Partizipationsprozesse die 1992 mit dem Modellprojekt "Frauenorientierte Stadt(teil)entwicklungsplanung" eingeleitet wurden und sich seit 1993 in Workshops zur Umgestaltung des Markt- und Denkmalplatzes und zur Planung eines Stadtteilhauses fortsetzen. Daneben spielt die Arbeit des Vorhaller Forums eine wichtige Rolle.
  • Beschäftigung und Qualifizierung, begonnen durch die Einrichtung der Weiterbildungsberatung IQW, die bis 2002 Anlaufstelle zur Koordinierung der Stadtteilaktivitäten war. Dabei initiierte und begleitete sie Beschäftigungsmaßnahmen, z. B. zur ökologischen Optimierung von Auenlandschaften oder zur Reaktivierung von Industriebrachen.
  • Bündelung sozial-integrativer Maßnahmen, z. B. mobile Spielangebote, multikulturelle Mädchenarbeit sowie mobile Jugendarbeit. Weitere Projektbausteine sind: Förderung des friedlichen Miteinanders unterschiedlicher Nationalitäten, Gewaltprävention (Basketball um Mitternacht), Altenarbeit und Wohnungsneubau.

 




Organisation und Lokale Partner

Zentrales Gremium ist das VoFo - Vorhaller Forum: Der Zusammenschluss aller relevanten Akteure des Stadtteils aus Schulen, Kirchen, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Werbegemeinschaft, Politik und ämterübergreifender Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung traf sich während des Erneuerungsprozesses im zwei-Monats-Rhythmus. Dort wurden nicht nur Themen und Projekte der Stadtteilerneuerung diskutiert und mitorganisiert, sondern z.B. auch über die Vergabe von Pauschalmitteln für bewohnergetragene Maßnahmen entschieden. Seit 2002 wird die Stadtteilkonferenz Vorhaller Forum im Rahmen der Veranstaltungen zur politischen Bildung von der Volkshochschule Hagen begleitet. Damit konnte die äußere Struktur der Stadtteilkonferenz fortgeführt werden. Die inhaltliche Arbeit von Planung und Durchführung sowie Moderation und Protokollführung werden auf rein freiwilliger Basis von engagierten Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils geleistet.

Weitere Akteure in Hagen-Vorhalle sind:

  • VITS e. V. - Vorhaller Initiative für themenbezogene Stadtteilerneuerung
  • IQW Stadtteilbüro und Weiterbildungsberatung (Januar 1995 bis Juni 2002)
  • SJD Die Falken
  • CVJM
  • AWO-Jugendwerk
  • Arbeitskreis Kinder- und Jugendarbeit, gebildet durch die Träger der Jugendarbeit im Stadtteil.








 Chronologie der Erneuerung – Meilensteine und Projektbeispiele

1989

1992

Vorlauf: Arbeitskreis „Frauen und Stadtplanung“
Auf Anregung der Frauengleichstellungsstelle finden sich in Hagen Frauen mit Interesse an Stadtplanungsfragen zusammen. [mehr]


1992

1994


Modellprojekt: „Frauen planen ihren Stadtteil“
Eröffnung des Frauenplanungstreffs in Hagen-Vorhalle, der die Partizipation der Bevölkerung gewährleisten soll. [mehr]


Ende
1994

Vorhalle als Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf – Soziale Stadt NRW
Vorhalle wird Programmstadtteil der Sozialen Stadt NRW


Jan
1995

Einrichtung des Stadtteilbüro mit Weiterbildungsberatung IQW - Information, Qualifizierung, Weiterbildung


Okt
1995

1997


Reaktivierung des Krupp-Geländes durch das Berufsfortbildungswerk des DGB und die Landesentwicklungsgesellschaft


seit
1996


Maßnahmen zur Stabilisierung des Einzelhandels


Apr
1996


Im Vorhaller Forum treffen sich erstmals Multiplikatoren aus dem Stadtteil


Sept
1996

Okt
1997


Umgestaltung des Markt- und Denkmalplatzes


Sept
1996

Nov
1997


Umbau des Verkehrsknotens Ophauser Straße/ B 226 zur Entlastung des Vorhaller Zentrums


Dez
1996

Dez
1997


Qualifizierungsmaßnahme "Arbeiten und Lernen" für Jugendliche in Zusammenarbeit mit BUND, Arbeitsamt und VHS


seit Sept
1997

Verschiedene sozial flankierende Projekte werden eingerichtet darunter u.a. Multikulturelle Mädchenarbeit des CVJM


seit Okt
1997

Stadtteilfest zur Eroeffnung des Markt- und Denkmalplatzes
Eröffnung des neu gestalteten Markt- und Denkmalplatzes und Erstausgabe der Vorhaller Schul- und Stadtteilzeitung VoInfo (seitdem alle 3-4 Monate)


seit
1997


Jährlich stattfindendes Stadtteilfest mit vielen lokalen Akteuren

1997

1998

Wohnumfeldgestaltung (Spiellinie) der Ruhr-Lippe-Wohnungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Falken-Mobil mit Kindern und Jugendlichen in Brockhausen


seit
1998


Nachbarschaftsfest in Brockhausen zum Weltkindertag


Jan
1999

Preisverleihung im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs in NRW "Nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte umsetzen"


seit Aug
1999


Umbau und Neugestaltung der Vorhaller Geschäftsstraße


ab Schulj.
1999

2000


MUS-E Projekt an der Freiherr-vom-Stein-Grundschule


2000


Neubau des Stadtteilhauses


Aug
2001


Straßenfest zur offiziellen Einweihung der Vorhaller Straße nach Ab­schluss der Baumaßnahmen


Juni
2002


Projektende IQW


Juli
2003


Eröffnung des Stadtteilhauses


Apr
2004


Ausstellungseröffnung „13 Jahre Frauen und Stadt(teil)planung in Hagen-Vorhalle“ – Rückblicke und Ausblicke –


Sep
2006


Das Vorhaller Forum feiert sein 10jähriges Bestehen


Zur Eröffnung fand ein großes Stadtteilfest statt


 Ansprechpartner


Koordination

Natalia Keller
Stadt Hagen
Fachbereich Jugend und Soziales
Abteilung Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Postfach 42 49
58042 Hagen

Telefon: +49 (0) 23 31 / 207 - 3608
Telefax: +49 (0) 23 31 / 207 – 2458
E-Mail: natalia.keller@stadt-hagen.de

Website: www.hagen.de


Vor Ort

E-Mail: info@vorhaller-forum.de
Internet: www.vorhaller-forum.de

Stand: Juli 2007
Autor/-in: Marianne Kerpal (Vorhaller Forum), Dieter Faßdorf (VHS Hagen)












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