Grenzen aufheben


 Gemeinsam in den Park – Zwei neue Stadtteilparks für Flingern und Oberbilk


Projektinhalte

Stadtwerkepark

Der Sonnenpark in Oberbilk und der Stadtwerkepark in Flingern sind zwei städtebauliche Leuchtturmprojekte, die eine wertvolle Bereicherung der beiden Düsseldorfer Stadtteile darstellen. Flächen für wohnungsnahes Spielen und Erholen fehlten bislang in den dicht bebauten Gebieten. Die Wohnungen sind oft klein, die Straßen sind stark befahren, und Schienenwege zerschneiden die Stadtteile. Öffentliche Flächen stehen nur begrenzt zur Verfügung, das städtische Umfeld ist vielfach nicht attraktiv und ansprechend.

Hier konnte das Programm “Soziale Stadt NRW” Abhilfe schaffen: Insgesamt wurden in Flingern und Oberbilk ca. 75.400 qm Grün- und Spielflächen neu angelegt, bzw. umgebaut. Hierzu zählen Schulhofumbauten, Neuanlagen und Ergänzungen von öffentlichen Spielplätzen sowie der Ausbau von Außenanlagen bei Jugendfreizeiteinrichtungen.

 
Projektziele und Zielgruppen

Ziel der Projekte ist es, die Lebensqualität im Programmgebiet durch Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung zu erhöhen. Unter dem Motto „Gemeinsam in den Park“ sollen für die Bewohnerinnen und Bewohner aller Altersgruppen neue Qualitäten zum Aufenthalt im Freien geschaffen werden.

Dabei müssen viele Ansprüche berücksichtigt werden: Die neuen Anwohner, die sich ein Gefühl von „Wohnen im Park“ versprechen (Sonnenpark), die Alteingesessenen, die einen Ort der sozialen Kommunikation suchen, alte Menschen genauso wie Junge, Deutsche ebenso wie Familien mit Migrationshintergrund. Im Stadtwerkepark sind insbesondere Möglichkeiten für die sportliche Freizeitgestaltung für Jugendliche und ältere Kinder geschaffen worden, deren Aufenthalt im Freien im dicht bebauten Wohngebiet oft als störend empfunden wird.














Stadtwerkepark

Trägerschaft und Kooperationspartner

Träger der beiden Parkanlagen in Flingern/Oberbilk ist die Stadt Düsseldorf. Die Federführung für das Programm “Soziale Stadt NRW” liegt beim Stadtplanungsamt, das hierfür zwei Stadtteilbüros (in Oberbilk und in Flingern) eingerichtet hat. Diese haben die Maßnahmen angeregt und entwickelt, sowie Beteiligungsverfahren durchgeführt. Die Stadtteilbüros organisierten zudem die öffentlichen Veranstaltungen (Spatenstiche, Informationen und Eröffnungen) sowie die Öffentlichkeitsarbeit zu den beiden neuen Parkanlagen. Die ständige Begleitung der Entwicklung der Parks in allen Phasen und die Organisation der Qualitätssicherung sowie von Aktionen und Veranstaltungen waren und sind weitere Tätigkeiten der Stadtteilbüros.

Wichtigster Kooperationspartner bei der Planung und Herstellung von Grün- und Spielflächen ist das Garten-, Friedhofs- und Forstamt. Von hier aus wurden in Zusammenarbeit mit den Stadtteilbüros die Wettbewerbe (Gutachterverfahren) für die Parkanlagen gesteuert und organisiert, die endgültige Planung begleitet. Zudem lag hier die Oberbauleitung bei der Ausführung. Auch für die Pflege und Unterhaltung ist weiterhin das Gartenamt verantwortlich.

Im Zuge der städtebaulichen Verträge sowie rechtlicher Sicherung und finanzieller Abwicklung war zudem das Bauverwaltungsamt gefragt.
Das Jugendamt übernimmt die Verantwortung für das Pförtnerhaus im Stadtwerkepark, und die einzelnen Kinder- und Jugendeinrichtungen vor Ort waren wichtige Kooperationspartner im Beteiligungsverfahren. Sowohl Stadtwerke als auch Wohnungsbauinvestor hatten ein Mitbestimmungsrecht bei der Planung.

Bürgervertreter, Vereine und Gruppen im Stadtteil, zahlreiche Ämter, Polizei und Landschaftsarchitekten waren im Beteiligungsverfahren und in der Planung eingebunden und verfügten teilweise über ein fest installiertes Mitspracherecht. Ein Großteil dieser Akteure wird zudem eine dauerhafte Rolle in der “Qualitätssicherung” übernehmen (s. Durchführung).


Finanzierung

Die Bauvorhaben werden von der Stadt Düsseldorf und dem Land NRW im Rahmen des Programms Soziale Stadt NRW finanziert.

 
Für den Sonnenpark wurden 585.000 Euro aufgewendet, davon 30% städtischer Anteil, 70% vom Land NRW. Der größte Teil der Parkfläche wurde der Stadt im Zuge eines Bebauungsplan-Verfahrens vom Wohnungsbauinvestor mit einem städtebaulichen Vertrag übereignet. Bei einer weiteren Fläche verzichtete die Stadt auf ihre ursprüngliche Absicht einer Bebauung und wies auch diese eigene Fläche als öffentlichen Park aus.
 
Die Kosten für den Stadtwerkepark (1.470.000 Euro) haben das Land NRW mit 800.000 Euro und die Stadt Düsseldorf mit 670.000 Euro getragen.
Das Grundstück des Stadtwerkeparks wurde der Stadt von der Stadtwerke AG (Tochtergesellschaft der Stadt) in einem städtebaulichen Vertrag übertragen.

 
Durchführung

Bei der Planung zu den Stadtteilparks konnten Flingeraner und Oberbilker ihre Interessen einbringen. Die Ergebnisse von Beteiligungswerkstätten, Wettbewerben, Schul- und Anwohnerversammlungen und Moderationsverfahren sind in die Gestaltung eingeflossen. So haben Kinder und Jugendliche, Anwohner und Hausbesitzer, Lehrer und Bezirkspolitiker ihre Ideen zusammengetragen. Die frühzeitige Beteiligung der zukünftigen Nutzer soll sowohl die Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil erhöhen, als auch deren Wertschätzung der Fläche und somit eine langfristige Qualität gewährleisten. Da öffentliche Flächen nur begrenzt zur Verfügung stehen, ist es zudem ein Anliegen, durch rechtliche Vereinbarungen (städtebaulicher Vertrag) private Flächen für die Nutzung durch die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Auf Initiative der Stadtteilbüros haben sich „Runde Tische“ zur Qualitätssicherung etabliert, an denen Wohnungsbauinvestor, Schulen, Jugend- und Kindereinrichtungen, Polizei und Verwaltungs-Dienststellen Aktivitäten im und Problemlösungen für die Parks koordinieren.

Hier noch einige Details zur Gestaltung der Parks:

Sonnenpark in Oberbilk - die Stadtteil-Oase

Stadtwerkepark
Mitten in Oberbilk war das versiegelte Gelände des ehemaligen städtischen Fuhrparks zwischen Wohnstraßen, Schulen und der Einkaufsstraße des Stadtteils lange ein Sorgenkind der Stadt. Seit 2002 jedoch geht es mit dem Grundstück aufwärts: Es wurde ein Investor gefunden, der auf der Fläche 140 familiengerechte und freifinanzierte Wohnungen baut und einen Teil der Fläche für die Realisierung des lange geplanten Stadtteilparks zur Verfügung stellt. „Sonnenpark“ nennen die Oberbilker seit einer Umfrage durch das Stadtteilbüro ihre neue Grün- und Freizeitfläche, die 2004 eröffnet wurde.

Entstanden ist ein großzügiger, offener Park mit Spiel-, Ruhe- und Grünzonen. Spielfelder mit Wasser-Matschbereichen für Kleinkinder, ausreichend Sitzmöglichkeiten für alle Generationen und eine kombinierte Streetball- und Kletterwand sowie eine hohe Turmrutsche für ältere Kinder und Jugendliche – alles Beispiele für die neu geschaffene Aufenthalts- und Freizeitqualität im Sonnenpark.
Seit 2005 wird der neue Quartierpark sehr gut von Jung und Alt angenommen. Während eines Streetwork-Projektes hat sich eine feste Gruppe Jugendlicher gebildet, die mit eigenen Trikots regelmäßig Streetball im Park spielt und ihre Fähigkeiten an der Kletterwand übt. Der Wohnungsbauinvestor baut weitere 50 Wohnungen und arrondiert den Park um eine weitere Fläche. In 2007 wird der Park einen neuen und gestalteten Eingangsbereich zur Einkaufsstraße erhalten.

Sonnenpark



















Stadtwerkepark Flingern – Attraktionen unterm Kühlturm

Stadtwerkepark
Seit September 2005 ist der Park auf dem ehemaligen Werksgelände der Stadtwerke eröffnet. Als Lärmschutz zur vierspurigen Kettwiger Straße B8 dient eine 5 Meter hohe Glaswand, die schon von Weitem auffällt. Wertvoller alter Baumbestand und die alten Kühltürme machen den Charme des ca. 2 ha großen Parks aus. Er bietet Möglichkeiten zum Spielen, Treffen und Ausruhen: Kinder und Jugendliche finden neben Schaukelfeld, Bambusgebüsch und Sandstrand mit Spielschiff einen Streetballplatz und ein Beachvolleyballfeld. Rund um das Pförtnerhaus können sich die Kleinen tummeln, auf dem Skaterfeld dahinter toben sich die Großen aus. Drum herum spielen alle Generationen Tischtennis, Boule oder Schach. Eine Wiese mit schwungvollen Sitzmauern lädt zu Gesprächen ein. Durch die kontinuierliche Nutzung des Pförtnerhauses durch Kinder- und Jugendeinrichtungen wird die soziale Kontrolle im Stadtteilpark erhöht. Zahlreiche Einrichtungen nutzen das Haus stundenweise und starten von hier aus Aktionen im Park. Auch Feste und Kulturaktionen werden hier kontinuierlich stattfinden. Auf dem Dach des Hauses zeigt sich die Verzahnung unterschiedlicher Handlungsfelder: Skulpturen, die Kinder im Rahmen eines MUS-E-Projektes gestaltet haben, begrüßen die Besucher des Parks.


Pförtnerhaus im Stadtwerkepark















Materialien zum Download
 

Broschüre "Gemeinsam in den Park" (PDF, 2 MB)




 Kontakt

Klaus Hübinger
Stadt Düsseldorf
Stadtplanungsamt
Brinckmannstr. 5
40200 Düsseldorf

Fon: +49 (0) 211 / 8996717

E-Mail: klaus.huebinger@stadt.duesseldorf.de


Barbara Wolf
Stadtteilbüro Flingern/Oberbilk
Ellerstraße 221
40227 Düsseldorf

Fon: +49 (0) 211 / 8892822

E-Mail: barbara.wolf@stadt.duesseldorf.de

Antje Eickhoff
Stadtteilbüro Flingern/Oberbilk
Birkenstraße 54
40233 Düsseldorf

Fon: +49 (0) 211 / 6999640

E-Mail: antje.eickhoff@stadt.duesseldorf.de



Stand: März 2006
Antje Eickhoff, Stadtteilbüro Flingern/Oberbilk

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