Image und Identität

Viele Soziale Stadt-Quartiere sind in der gesamtstädtischen Wahrnehmung, aber auch in der Wahrnehmung der Stadtteilbevölkerung selbst, durch ein negatives Image geprägt. Die Vielschichtigkeit der Problemlagen wird auf den ersten Blick oft nur ausschnitthaft erfasst. Persönliche Eindrücke wie Unsicherheitsgefühle in bestimmten Straßen oder auch Erfahrungen vom 'Hörensagen' können das Bild prägen. Auch punktuelle Ereignisse wie der Konkurs eines großen Arbeitgebers beeinflussen das Image, das sich in vielen Gebieten oft über Jahre verfestigt hat.
Ein negatives Image trägt wiederum selbst zu einer Verschlechterung der Situation im Stadtteil bei und wird Teil der Benachteiligung der dort lebenden Menschen.

Die Verbesserung des Stadtteilimages nach außen und die Stärkung der Identität nach innen sind daher wichtige Anliegen der Sozialen Stadt NRW. Dieses Thema geht weit über eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit der Stadtteilaktivitäten hinaus und schließt u.a. eng an das Handlungsfeld Soziale Netze und Bürgerbeteiligung an.

Um Wirkungen und Motivation für die gesamte Stadtteilarbeit zu erzeugen, müssen schlüssige positive Leitbilder und Strategien entwickelt werden, in denen sich die Zielgruppen der Stadtteilentwicklung wiederfinden. Dies ist eine wichtige Aufgabe des Stadtteilmanagements. Entscheidend ist es, die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit 'ihrem' Quartier zu fördern und sie für die Mitwirkung zu gewinnen. Basis für 'Imagearbeit' nach außen kann nur ein authentisches Bild eines sich entwickelnden Quartiers sein. Hierzu gehören auch Signalwirkungen durch städtebauliche Maßnahmen, die Freiflächen oder Gebäude aufwerten und ihnen neue Bedeutung verleihen, z.B. als Stadtteilzentrum.

Öffentlichkeitswirksame Aktionen und Initiativen können dazu beitragen, erreichte Fortschritte der Stadtteilarbeit stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und die entsprechenden Bilder in den Köpfen zu verändern. Das Spektrum ist vielfältig und reicht von Stadtteilzeitungen über Feste und Veranstaltungen im Stadtteil bis hin zu umfassenderen (Stadt–)Marketingkonzepten.

Wir haben einige weiterführende Links zum Handlungsfeld zusammengestellt. Die vielfältigen Ansätze in den Programmstadtteilen verdeutlichen, dass das Thema kreativ und erfolgreich aufgegriffen wird. Gute Beispiele für Maßnahmen zur Verbesserung des Images und zur Stärkung der Stadtteilidentität sind nachfolgend aufgelistet.
 
 

Projekte

Stadtteil:
 

Unterstützung der Eigentümer bei der Fassadenerneuerung und Aufbau bzw. Stärkung eines Gemeinschaftsgefühls in der Siedlung.

 

Durch die Neugestaltung von Hochhaus-Fassaden wurde ein sichtbares Zeichen der Erneuerung und Wohnumfeldverbesserung gesetzt.

 

Bündelung und Konzentration der Aktivitäten der Wohnungswirtschaft sowie ein wohnungswirtschaftliches Quartiersmanagement.

 

Preis Soziale Stadt 2010

Stadtteil:
 

Eine breit angelegte Aktion sammelt Anregungen unter den Bewohnern und bündelt Engagement für eine Verbesserung von Einzelhandelsangebot und Image.

 

Vielfältige Initiativen und aktive Bürgerbeteiligung bei der Stadterneuerung in Oberhausen

 

Preis Soziale Stadt 2002

 

Gemeinsam mit vielen Bewohnerinnen und Bewohnern schaffen Künstler aus unliebsamen Wegen attraktive Erlebnisräume.

 

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