Sport und Freizeit

Die Soziale Stadt NRW sorgt für Bewegung, denn zu ihren Grundaufgaben gehört es, die Lebensbedingungen und Zukunftschancen der Stadtteilbewohner zu verbessern. Sport, Bewegung und neue Freizeitangebote spielen hier eine wichtige Rolle.

Gerade Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen bewegen sich zu wenig. Der Vereinsbeitrag kann nicht bezahlt werden, die Sportangebote befinden sich außerhalb des Stadtteils, Eltern unterstützen die sportliche Betätigung nicht – die Gründe sind vielfältig. Die Folgen reichen von gesundheitlichen Problemen wie motorischen Störungen schon ab dem Kindergartenalter oder Fettleibigkeit bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressivität oder Konzentrationsschwierigkeiten.

Möglichkeiten für Spiel und Sport sowie andere Freizeitbetätigungen im Wohnumfeld fehlen oft, öffentlich zugängliche Angebote/Plätze sind häufig in einem schlechten Zustand – z.B. zugewachsene Bolzplätze oder marode Spielgeräte. Wichtig ist auch ein spezielles sport- und freizeitbezogenes Angebot für andere Gruppen wie Frauen, insbesondere Migrantinnen, oder Senioren.

Die Soziale Stadt NRW verfolgt auf vielfältige und kreative Weise das Ziel, stadtteilbezogene Angebote für Sport und Freizeit zu entwickeln. Sport hat dabei nicht nur gesundheitsfördernde, sondern auch integrative, soziale und gewaltpräventive Funktion. Aktionen wie 'Basketball um Mitternacht' werden bereits seit einiger Zeit erfolgreich in der Arbeit mit Jugendlichen eingesetzt. Beim Fußballturnier lernen sich deutsche und nichtdeutsche Gruppen besser kennen. Sportförderung ist somit ein Instrument zur ganzheitlichen Verbesserung der Lebensqualität und sozialen Integration insbesondere für Kinder und Jugendliche.

Neben vielen guten Projektideen in den Stadtteilen – neue Möglichkeiten zum Trendsport, Schwimmkurse für türkische Frauen, Selbstverteidigungskurse, mobile Sport- und Spielanlagen oder Stadtteilsportfeste – engagierte sich das Land NRW in besonderem Maße: Mit gemeinsamen Initiativen "Jugend mit Zukunft – Bewegung, Spiel und Sport mit Mädchen und Jungen in Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf" sowie dem Nachfolgeprogramm ‚Werkstatt Sport‘ wurden von 1997 bis 2005 vom damaligen MSWKS und der Sportjugend NRW Programme für gezielte Sport- und Bewegungsförderung umgesetzt. Mit den Sportvereinen wurden neue Partner ins Boot der Stadtteilerneuerung geholt und neue kreative Projekte für verschiedene Bewohnergruppen der Stadtteile unterstützt. Auf die besonderen Bedürfnisse von Migranten wird im Rahmen des Projektes des Landessportbundes NRW "Integration durch Sport" eingegangen.

Gute Beispiele im Bereich Sport und Freizeit sind zum Nachlesen und zur Inspiration nachfolgend aufgelistet. Zudem haben wir einige weiterführende Links zum Handlungsfeld zusammengestellt.
 
 

Projekte

Stadtteil:
 

Stadtumbau und soziale Infrastruktur oder wie eine ehemalige Industriehalle zum Ort für Trendsport wird.

 

Errichtung eines Hochseilgartens für Kinder und Jugendliche in einem benachteiligten Stadtteil.

Stadtteil:
 

Nutzung von Freiflächen im Stadtteil durch Sportangebote bei gleichzeitiger Verbesserung der Gesundheitssituation der teilnehmenden Bewohnerinnen und Bewohner.

 

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