Städtebau und Wohnumfeldverbesserung

Die Qualität der räumlichen Umwelt, von Gebäuden, Straßen und Freiraum, macht den Erneuerungsbedarf eines Quartiers unmittelbar augenfällig – ein Grund, warum 'Städtebau & Wohnumfeld' ein zentrales Handlungsfeld der Stadtteilerneuerung bildet. Kurz- und mittelfristig erreichbare Impulswirkungen für den Erneuerungsprozess sind ein weiteres Argument.

Eine zentrale Motivation ist es, den öffentlichen Raum zurückzugewinnen - für vielfältige Nutzungen durch die Bewohner. Hierzu gehören die Neugestaltung von Plätzen und Straßen, die Öffnung ungenutzter oder unzugänglicher Bereiche für Grünflächen und neue Wegeverbindungen oder die Renovierung der Häuserfassaden. Gerade große Bauprojekte wie z.B. die Umnutzung eines ehemaligen Bunkers verbessern durch ihre Signalwirkung auch das Image eines Stadtteils. Städtebauliche Maßnahmen können dabei gleichzeitig der Verminderung von Nutzungskonflikten, der Beruhigung des Verkehrs oder auch der Kriminalprävention dienen.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Stadterneuerung ist aber auch: Nicht die bauliche Umgebung, sondern die Menschen stehen im Mittelpunkt der Erneuerung. Bauliche Maßnahmen müssen die Entwicklungen im Stadtteil unterstützen, keine Verfremdung der gewachsenen Lebensumwelten mit sich bringen. Damit dies gelingt, braucht es eine besondere Beteiligung und Mitwirkung der Bewohner. Die Erlebbarkeit der Veränderungen und der Kontakt im täglichen Leben fördern die Motivation der Betroffenen und Interessierten für eine umfassende Mitarbeit.

Eine Umgebung zu schaffen, die sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Stadtteilbewohner orientiert, ist wichtig auf dem Weg zu einer nachhaltigen Veränderung. Schlüssige Konzepte für dauerhafte Pflege bzw. den wirtschaftlichen Betrieb des Neugeschaffenen sind ein weiteres unverzichtbares Element. Hier empfiehlt es sich, die Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Einrichtungen zu prüfen, um Kosten für Pflege, Instandhaltung oder Betrieb durch die Nutzung gemeinsamer Strukturen möglichst gering zu halten.

Wir haben einige weiterführende Links zum Handlungsfeld zusammengestellt. Gute Projekte, die durch Maßnahmen in Städtebau und Wohnumfeld positive Wirkungen in mehreren Handlungsfeldern entfalten, sind nachfolgend aufgelistet.
 
 

Projekte

 

Inwertsetzung von Problemimmobilien unter Beteiligung bürgerschaftlichen Engagements in Dortmund, Nordstadt

 

Preis Soziale Stadt 2014

 

Mit dem RheinPark entsteht in Duisburg ein neues Quartier, das den Stadtteil Hochfeld an den Rhein anbindet.

 

Eine tatkräftige Bewohnerinitiative richtet mit viel Eigenarbeit eine Spielplatz- und Freizeitfläche her.

 

Zwei neue Stadtteilparks schaffen Freiraumqualitäten für die Bewohnerinnen und Bewohner und erhöhen die Wohn- und Lebensqualität in den Stadtteilen.

 

Eine zentrale Wohn- und Geschäftsstraße wurde unter Beteiligung der Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner zu einem attraktiven Boulevard umgestaltet.

Stadtteil:
 

Bewohner sanieren die Fassaden ihrer denkmalgeschützten Häuser in Eschweiler-Ost überwiegend in Selbshilfe

 

Preis Soziale Stadt 2010

 

Die ehemalige Brachfläche Consolidation 3/4/9 wurde zur neuen Stadtteilmitte von Gelsenkirchen Bismarck.

Stadtteil:
Stadtteile entlang der Emscher
 

Generationenprojekt Emscherumbau - Verknüpfung von Wasserwirtschaft, Ökologie und integrierter Stadtentwicklung.

 

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